Daniel Tschofenig attackiert norwegische Stars um Marius Lindvik nach Anzugskandal bei WM scharf: "Unter aller Sau"
Publiziert 01/10/2025 um 11:47 GMT+2 Uhr
Daniel Tschofenig hat die anhaltenden Unschuldsbekundungen der norwegischen Skispringer um Marius Lindvik und Johan Andre Forfang nach dem Anzugskandal bei der Nordischen Ski-WM in Trondheim scharf kritisiert. Der Gesamtweltcupsieger aus Österreich meinte gegenüber der "Tiroler Tageszeitung": "Sie haben es gewusst. Da sind wir uns alle sehr einig und das finde ich einfach nicht korrekt."
Daniel Tschofenig
Fotocredit: Getty Images
Die zeitweise vom Weltverband FIS gesperrten Sportler hätten "den ganzen Skisprungsport in Verruf gebracht und stellen sich hin, als wären sie die Opfer von dem Ganzen. Dabei ist es der ganze Skisprungsport." Tschofenig legte weiter nach: "Dieses taktische Bescheißen finde ich unter aller Sau."
Nach Manipulationen an ihren Anzügen waren unter anderem Lindvik, Forfang sowie Teamkollege Kristoffer Eriksen Sundal noch während der WM im vergangenen März disqualifiziert und anschließend bis zum Saisonende gesperrt worden.
Die Athleten selbst betonten aber wiederholt nichts von den nicht regelkonformen Änderungen an ihren Anzügen gewusst zu haben. Eine Behauptung, die Tschofenig ihnen nicht abkauft. Dass in Norwegen womöglich mit unerlaubten Mitteln gearbeitet wurde, sei dagegen im österreichischen Team ein Thema gewesen.
"Wir haben uns schon oft gedacht, warum es da bei denen ein bisschen komisch ausschaut", erklärte der 23-Jährige. Er könne auch verstehen, "dass prinzipiell jeder das Beste rausholen will. Aber wenn es in einen Graubereich reingeht, dann sage ich: Ist das noch akzeptabel? Ich will definitiv nicht in das Illegale reingehen."
Nach einer Untersuchung der FIS wurden Lindvik und Co. wieder zu Wettkämpfen zugelassen. Zum Beginn der neuen Saison in Lillehammer (ab 20. November live bei Eurosport und discovery+) sind die Norweger daher erneut dabei.
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Quelle: Eurosport
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