Olympia 2026 - Skispringen - Johan Remen Evensen kritisiert Daniel Tschofenig nach Disqualifikation scharf: "Vorsätzlicher Betrug"

Daniel Tschofenig wurde bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina beim Skispringen von der Großschanze wegen vier Millimeter zu großer Schuhe disqualifiziert. Dafür erntet der Österreicher nun einiges an Kritik von Johan Remen Evensen, TV-Experte und ehemaliger Skiflugweltrekordler: "Das ist vorsätzlicher Betrug", rüffelte der Norweger den Gesamtweltcupsieger von 2024/25.

Bitterer Olympia-Moment: Tschofenig wegen Schuhen disqualifiziert

Quelle: Eurosport

"Wenn man wegen zu großer Schuhe disqualifiziert wird, ist das ein klarer Regelverstoß. Es ist offensichtlich, dass die Österreicher verzweifelt sind und alle Tricks ausprobieren", sagte Evensen.
Die Reaktion der FIS sei für den Norweger genau richtig: "Regeln sind Regeln. Solange man sie für alle durchsetzt, ist das in Ordnung", befand er.
Insgesamt ist der 40-Jährige sehr zufrieden mit der Entwicklung seit dem Anzugskandal 2025. "Man hat gesehen, dass einige bei der Kontrolle gegen die Regeln verstoßen haben. Dennoch durften sie springen, ohne disqualifiziert zu werden", erklärte der Bronze-Medaillengewinner von Vancouver 2010 im Team-Wettbewerb.
"Das hat dazu geführt, dass die Leute bereit waren, die Grenzen auszureizen. Heute werden die Regeln fair durchgesetzt, egal aus welchem Land man kommt", sagte Evensen weiter.
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Daniel Tschofenig muss heftige Kritik einstecken

Fotocredit: Getty Images

Tschofenig ist sich keiner Schuld bewusst

Tschofenig war sich übrigens keiner Schuld bewusst. "Ich war leider so naiv und habe nicht nachgemessen", erläuterte der 23-Jährige beim "ORF".
"Ich hatte die Hoffnung beziehungsweise war ich so naiv, zu glauben, dass es ein richtiger 42er (Schuhgröße, Anm. d. Red.) ist. Den Unterschied spürt man einfach nicht bei den paar Millimetern", verteidigte sich Tschofenig.
Die Schuhe seien dieses Mal aber, "warum auch immer", zu groß gewesen.

Österreich noch ohne Skisprung-Medaille

Die Disqualifikation vom Vierschanzentourneesieger 2024/25 ist für die Österreicher der Tiefpunkt der Olympischen Winterspiele.
Vor dem letzten Wettkampf am Montag im Super Team (ab 19:00 Uhr live bei Eurosport und HBO Max) stehen die ÖSV-Springer noch ohne eine Medaille da.
Dort treten für Österreich Jan Hörl und Stephan Embacher an - für Tschofenig endeten die Olympischen Spiele am Sonntag mit einem Trainingssprung auf 133 Meter immerhin halbwegs versöhnlich.
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Schmitt-Analyse: Das stand Nika Prevc im Weg

Quelle: Eurosport


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