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Prevc lässt Vierschanzentournee-Konkurrenz um Raimund und Hoffmann alt aussehen: "Einfach krank"
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Update 02/01/2026 um 10:21 GMT+1 Uhr
Domen Prevc fliegt bei der Vierschanzentournee auch beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen allen davon. Felix Hoffmann und Philipp Raimund überzeugen erneut mit Top-Platzierungen, doch der Tourneesieg ist so gut wie weg. Nach zwei Stationen ist nun auch der Heimvorteil passé - und Team Österreich bläst vor dem dritten Springen in Innsbruck zum Angriff.
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Als "Flugwunder" Domen Prevc auch an Neujahr ganz oben auf dem Podest stand, blieb Philipp Raimund nur die Rolle des staunenden Zuschauers.
"Das ist einfach krank. Es ist krass, wie groß Domens Vorsprung ist. Von seinem Fluggefühl kann ich nur träumen", sagte der Oberstdorfer, der als Siebter des Neujahrsspringens durchaus überzeugt hatte.
Doch gegen Überflieger Prevc war auch beim zweiten Springen der Vierschanzentournee kein Kraut gewachsen.
Während Felix Hoffmann als Sechster und auch Raimund in Garmisch-Partenkirchen erneut in der Weltspitze landeten, flog Prevc in einer eigenen Liga - und darf nun sogar vom Grand Slam träumen.
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"Hör auf!" Prevc mit nächster Machtdemonstration
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Vierschanzentournee: Prevc führt 35 Punkte vor Hörl
Drei Tage nach seinem Sieg in Oberstdorf segelte Prevc auf 143,0 und 141,0 m, mit 303,1 Punkten gewann er klar vor den Österreichern Jan Hörl (287,7) und Stephan Embacher (287,1).
"Das macht er einfach unglaublich schön. Ich habe ihn schon gefragt, ob er mir ein, zwei Tipps geben kann. Aber mit beiden habe ich bislang noch nicht anfangen können", sagte Raimund mit einem Schmunzeln.
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Highlights: Prevc siegt schon wieder - zwei Österreicher auf dem Podest
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In der Gesamtwertung liegt der 26 Jahre alte Prevc nun mit 619,8 Punkten bereits deutlich vor Hörl (584,8) und hat beste Chance, zehn Jahre nach seinem Bruder Peter den Goldadler zu gewinnen. Einen größeren Vorsprung hatte es zur Halbzeit zuletzt vor 21 Jahren gegeben.
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Raimund und Hoffmann bringen Garmisch zum Kochen
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DSV-Warten auf den Tourneesieg geht wohl weiter
Hoffmann, zum Auftakt in Oberstdorf starker Dritter, fiel in der Gesamtwertung mit 573,2 Zählern hinter Embacher (578,3) auf den vierten Rang zurück, Raimund (566,6) ist nun Sechster. "Insgesamt bin ich zufrieden, auch wenn vielleicht noch mehr drin war", sagte Hoffmann nach zuvor drei Podestplätzen in Folge.
Damit ist auch klar: Im Kampf um den ersten deutschen Tournee-Triumph seit 24 Jahren hilft nur noch ein Wunder.
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Raimund: "Trotz Wind ziemlich gut performt"
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Für Prevc ist nun sogar der seltene Grand Slam mit Siegen auf allen vier Schanzen möglich. "Es kann sein, dass der exklusivste Klub der Welt ein neues Mitglied bekommt", hatte Sven Hannawald zuletzt gesagt. Ein Vierfach-Triumph ist bislang nur Hannawald (2001/02), dem Polen Kamil Stoch (2017/18) und Ryoyu Kobayashi aus Japan (2018/19) gelungen.
Geiger nach Platz 33: "Nicht alles verkehrt, aber ..."
Im deutschen Team gab es indes erneut eine Zweiklassengesellschaft. "Ich bin sehr zufrieden mit meinen beiden Vorfliegern. Es war nicht optimal, aber sehr gut", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher über Hoffmann und Raimund. In den zweiten Durchgang schaffte es ansonsten aber nur Pius Paschke (21.).
Die beiden großen deutschen Sorgenkinder machten dagegen nur einen kleinen Schritt nach vorn. Andreas Wellinger kam als 32. wie schon in Oberstdorf nicht in den zweiten Durchgang. Gleiches galt für Karl Geiger, der zum Auftakt sogar in der Qualifikation gescheitert war, auf Position 33.
"Es ist nach wie vor sehr mühsam", sagte Geiger bei Eurosport: "Ich sehe es als Prozess und versuche mich da rauszuarbeiten. Ich schaue gar nicht aufs Ergebnis, sondern nur, was ich am Sprung verbessern kann und ob es in die richtige Richtung geht."
Sein Sprung habe er "mit Entschlossenheit und Willenskraft, aber technisch nicht sauber genug" durchgezogen, sagte er selbstkritisch: "Speziell die erste Flugphase passt nicht. So komme ich nicht ins Gleiten. Ich muss die einzelnen Parameter Schritt für Schritt aufschlüsseln. Der Weg ist das Ziel."
Dem ehemaligen Skiflug-Weltmeister hatte zuletzt sogar das Aus zur Tournee-Halbzeit gedroht, da in Innsbruck nur noch fünf DSV-Adler an den Start gehen dürfen.
Zajc schon wieder disqualifiziert
Allerdings drängte sich aus der zweiten Reihe niemand als Ersatz auf. Erfreulich: Youngster Ben Bayer belegte in seiner Premiere bei einem Tournee-Wettkampf den 43. Platz. Constantin Schmid, Luca Roth und der erst 19 Jahre alte Max Unglaube waren schon in der Qualifikation gescheitert.
Kurios: Timi Zajc wurde wie schon in Oberstdorf disqualifiziert. Der Slowene wurde noch vor seinem ersten Sprung aus dem Verkehr gezogen, erneut war sein Anzug am Bein zu kurz - diesmal vier Millimeter. Beim Tournee-Auftakt in Oberstdorf waren es noch drei Millimeter. Zajc erhält nach seiner zweiten Verwarnung zudem eine Rote Karte und ist beim Wettkampf in Innsbruck am Sonntag gesperrt.
Am Freitag wartet auf Hoffmann und Co. der zweite Ruhetag der Tournee, schon am Samstag steht die Qualifikation für das ausverkaufte Bergiselspringen in Innsbruck an. Dort waren in den letzten Jahren in unschöner Regelmäßigkeit die deutschen Tournee-Träume endgültig geplatzt.
Hörl bließ bei Eurosport bereits zum Angriff: "Domen ist in einer anderen Liga. Hut ab. Er springt uns nach wie vor um die Ohren. Aber jetzt haben wir Heimvorteil und greifen an. Der Kessel in Innsbruck wird beben."
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(SID)
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Hörl: "Der Kessel am Bergisel wird beben"
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