Vierschanzentournee: Timi Zajc beim Neujahrsspringen wegen Anzug disqualifiziert - Slowene für Innsbruck gesperrt
Update 01/01/2026 um 20:02 GMT+1 Uhr
Für Timi Zajc wird die Vierschanzentournee zu einer Frust-Veranstaltung. Der Slowene wurde beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen wegen eines vier Millimeter zu kurzen Anzugs noch vor seinem ersten Sprung disqualifiziert. Schon beim Auftaktspringen in Oberstdorf war Zajc wegen seines zu kurzen Anzugs nachträglich disqualifiziert worden. Für das Springen in Innsbruck ist er nun gesperrt.
Schmitt über frechen Zajc: "Absolut überhaupt kein Verständnis"
Quelle: Eurosport
Der erste Durchgang in Garmisch-Partenkichen war im vollen Gange, als die Nachricht von Zajc' Qualifikation die Runde machte. Der Slowene war in der Qualifikation am Silvester-Tag Neunter geworden und hätte wohl gute Aussichten auf eine Top-Platzierung gehabt.
Kurios: Bereits beim Auftaktspringen in Oberstdorf war Zajc wegen eines Materialverstoßes disqualifiziert worden, nachdem er zuvor hinter Landsmann und Tagessieger Domen Prevc auf Rang drei gesprungen war. Davon profitierte letztlich der Deutsche Felix Hoffmann, der Zajc' Platz auf dem Podium einnahm.
Zajc erhält nach seiner zweiten Verwarnung zudem eine Rote Karte und ist beim Wettkampf in Innsbruck am Sonntag (live auf Eurosport und discovery+) gesperrt.
Diese Karten-Regelung war im Vorfeld der Saison neu eingeführt worden, nachdem der Manipulationsskandal um die norwegische Mannschaft das Skispringen schwer erschüttert hatte.
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Quelle: Eurosport
Eurosport-Experte Schmitt kritisiert Zajc: "Denkzettel"
Eurosport-Experte Martin Schmitt hatte nach dem Neujahrsspringen kein Verständnis für das Vorgehen von Zajc und kritisierte den Slowenen: "Das ist ein Denkzettel für ihn. Ich finde es frech - und das nicht im positiven Sinne. In Oberstdorf hatte ich ein bisschen Mitleid mit ihm. Aber ich habe absolut überhaupt kein Verständnis für das, was hier passiert ist."
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Der 47-Jährige störte sich vor allem am Verhalten des Slowenen nach der Disqualifikation in Oberstdorf, infolge derer er auf Instagram darüber scherzte, seinen Anzug "ein wenig dehnen" zu wollen - laut Schmitt sei das "nicht okay" gewesen.
"Durch sein Lach-Lach hat sich der Kontrolleur heute wahrscheinlich gedacht: Na gut, dann kontrollieren wir mal vor dem Sprung und nicht erst danach, wenn du ihn gedehnt hast. Und da hat es wieder nicht gepasst", fügte Schmitt hinzu: "Das ist konsequent und gibt Timi Zajc eine kleine Denkpause."
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