Vierschanzentournee: Hoffmann holt Podestplatz beim Auftaktspringen in Oberstdorf - Zajc disqualifiziert
Felix Hoffmann ist beim Auftakt der Vierschanzentournee 2025/26 in Oberstdorf aufs Podest gesprungen. Der Deutsche profitierte von der Disqualifikation des zunächst Zweiten Timi Zajc (Slowenien), dessen Anzug zu groß war. Beim überlegenen Sieg des aktuellen Skisprung-Dominators Domen Prevc wurde zudem Philipp Raimund starker Fünfter. Daniel Tschofenig (Österreich) holte Platz zwei.
Highlights Oberstdorf: Hoffmann stark - aber der "Domenator" schockt sie alle
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Zajc (133,5 m/138 m) hätte punktgleich mit Tschofenig den slowenischen Doppelsieg perfekt gemacht - doch der Anzug des 25-Jährigen war bei der Kontrolle am Bein um drei Millimeter zu kurz, weswegen er disqualifiziert wurde.
Hoffmann sprang mit 132,5 und 136 Metern (297,3 Punkte) nur 1,9 Zähler an Platz zwei vorbei. Lokalmatador Raimund (136 m/133 m/295,6) fehlten vor 25.500 Zuschauern am seit Wochen ausverkauften Hexenkessel am Schattenberg nur 1,7 Punkte aufs Treppchen.
"Wir sind nach wie vor die 'Außenseiter-Favoriten'", meinte Bundestrainer Stefan Horngacher bei Eurosport: "Wir können vorne mitspringen. Es gibt einen, der über alle anderen hinausragt. Es wird schwer, den zu schlagen. Aber am Rest sind wir ganz knapp dran."
Dass der Traum vom ersten deutschen Tourneesieg seit Sven Hannawald vor quälend langen 24 Jahren aber wohl erneut platzen wird, ist Prevc geschuldet. Der Slowene dominierte auch den Wettkampf auf der Schattenbergschanze (HS 137) mit den jeweiligen Durchgangsbestweiten von 141,5 und 140 Metern (316,7) und holte sich bereits seinen sechsten Weltcup-Sieg in diesem Winter.
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"Die Zwei machen's": Raimund und Hoffmann überzeugen in Oberstdorf
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Hoffmann mit Platz drei sehr zufrieden
Für den 25-Jährigen war es bei der Vierschanzentournee der erste Podestplatz überhaupt. Außerdem gelang Prevc als erstem Slowenen ein Sieg in Oberstdorf.
"Ich bin sehr zufrieden mit meinen Sprüngen heute. Sie waren viel besser als das Training und die Qualifikation gestern", sagte Hoffmann bei Eurosport: "Es ist knapp, nicht zu Domen, aber der Rest ist eng zusammen."
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Eisenbichler-Analyse zu Oberstdorf: Das ist Wellingers großes Problem
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Vierschanzentournee: Prevc schon klar in Führung
Der jüngere Bruder von Ex-Tourneesieger Peter Prevc distanzierte Vorjahrestourneesieger Tschofenig (132 m/134 m/299,2) um satte 17,5 Punkte (ca. zehn Meter) und ist damit bereits nach der ersten Station der Vierschanzentournee 2025/26 der haushohe Favorit auf den Goldenen Adler.
Jan Hörl (297,1), Tourneezweiter des Vorjahres, schob sich noch zwischen Hoffmann und Raimund. Der dreifache Tourneesieger Ryoyu Kobayashi (295,0) blieb als Sechster aber auch noch voll im Rennen ums Tourneepodium.
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FIS-Chefkontrolleur: "Zajc' Anzug war drei Millimeter zu kurz"
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Jonas Schuster (Österreich), der Sohn von Ex-Bundestrainer und Eurosport-Co-Kommentator Werner Schuster, überraschte als Dritter des ersten Durchgangs und wurde schließlich Achter (138,5 m/128,5 m/287,7).
Insgesamt platzierten sich sechs Österreicher in den Top 12. Die Mitfavoriten Stefan Kraft (Österreich/9./286,4) und Anze Lanisek (Slowenien/11./284,6) ließen dagegen Federn.
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Schmitt adelt Hoffmann: "Ein herausragender Start"
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Restliche DSV-Adler um Wellinger enttäuschen
Andreas Wellinger (110,5 m) verlor indes das deutsche K.o.-Duell gegen Hoffmann im ersten Durchgang klar und schied als 49. sang- und klanglos aus.
"Ich habe mich brutal schwergetan", gab der zweifache Olympiasieger Wellinger zu: "Ich war knapp an der Kante, ohne Energie und Höhengewinn. So funktioniert es nicht."
Auch die restlichen Deutschen enttäuschten: Pius Paschke, im Vorjahr in Oberstdorf noch Vierter, verpasste als 33. mit nur 122,5 Metern (123,8) den zweiten Durchgang wie auch Luca Roth (45./114 m/107,2) und Constantin Schmid (50./109 m/94,6) aus der nationalen Gruppe.
Tournee wird in Garmisch-Partenkirchen fortgesetzt
Nur zwei Deutsche im zweiten Durchgang - das hatte es zuletzt vor 16 Jahren gegeben. Der Atmosphäre am Schattenberg tat dies am Montag dank des deutschen Top-Duos keinen Abbruch.
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Raimund: "Domen fliegt auf einem anderen Level"
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"Das war eine brutale Stimmung", sagte Raimund bei Eurosport: "Es ist insgesamt positiv. Die Sprünge waren zwar noch nicht auf dem allerbesten Level, aber ich bin sehr zufrieden. Ich bin auch relativ nah an Platz zwei dran. Der Domen fliegt gerade auf einem anderen Level."
Karl Geiger war bereits am Sonntag als 53. in der Qualifikation gescheitert.
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Tournee schon vorentschieden? Prevc schockt die Konkurrenz
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Die Tournee wird am Mittwoch am Silvestertag in Garmisch-Partenkirchen mit der Qualifikation fortgesetzt (16:00 Uhr live im TV bei Eurosport 1, im Stream bei discovery+ und im Liveticker bei Eurosport.de).
An Neujahr findet dann auf der Großen Olympiaschanze (HS 142) das zweite Tournee-Springen statt (13:40 Uhr live im TV bei Eurosport 1, im Stream bei discovery+ und im Liveticker bei Eurosport.de). Das Neujahrsspringen hat seit Hannawald am 1. Januar 2002 kein Deutscher gewonnen.
Es folgen die österreichischen Stationen Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar).
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Horngacher exklusiv: "Wir können vorne mitspringen"
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