Vierschanzentournee: Raimund und Hoffmann in Qualifikation von Garmisch gut - Aufatmen bei Geiger und Wellinger

Philipp Raimund (5.) und Felix Hoffmann (8.) haben beim Silvesterspringen in der Qualifikation von Garmisch-Partenkirchen ihre gute Form bei der Vierschanzentournee bestätigt. Der Quali-Sieg ging erneut an Domen Prevc (Slowenien), Stefan Embacher (Österreich) sprang mit 145,5 m Schanzenrekord. Auch die zuletzt schwachen Andreas Wellinger und Karl Geiger qualifizierten sich fürs Neujahrsspringen.

Schanzenrekord! Embacher mit weitestem Sprung der Tournee ever

Quelle: Eurosport

Das neue Skisprung-Jahr kann kommen: Felix Hoffmann und Philipp Raimund haben bei der Vierschanzentournee vor knapp 7000 Zuschauern an der Großen Olympiaschanze am Gudiberg auch in der Qualifikation von Garmisch-Partenkirchen überzeugt.
Raimund als Fünfter und der Oberstdorf-Dritte Hoffmann als Achter lösten die Pflichtaufgabe am Silvesternachmittag souverän und hatten dabei noch einige Luft nach oben.
Das Maß aller Dinge war erneut der Slowene Domen Prevc, der als hoher Favorit ins Neujahrsspringen am Donnerstag (13:40 Uhr live im TV bei Eurosport, im Stream bei discovery+ und im Liveticker bei Eurosport.de) geht.
Prevc, der in Oberstdorf Qualifikation und Wettkampf gewonnen hatte, sprang vor 7000 Zuschauern auf 139,5 m (150,6 Punkte) und setzte sich vor dem Österreicher Jan Hörl (146,2) durch.
picture

Raimund auch beim Silvesterspringen vorne dabei

Quelle: Eurosport

Embacher springt Schanzenrekord

Dessen Landsmann Stephan Embacher wurde Dritter (143,2), das Supertalent steigerte 13 Tage vor seinem 20. Geburtstag mit längerem Anlauf den Schanzenrekord um einen halben Meter auf 145,5 m - die größte jemals im Rahmen der Vierschanzentournee erzielte Weite.
Raimund, der auf 135,0 m (141,8 Punkte) kam, und Hoffmann (134,0/139,7) lagen zumindest wieder in Schlagweite zu Platz drei. "Der war wichtig für mich", sagte Raimund bei Eurosport: "Im Flug habe ich einen kurzen Bogen gemacht, trotzdem war der Sprung gut."
Hoffmann sagte bei Eurosport: "Ich habe einen kleinen Fehler im Auslauf gemacht, der hat Punkte gekostet. Es ist wieder eng nach oben. Morgen brauche ich eine bessere Landung." Gut sprang Pius Paschke, der in Oberstdorf noch den zweiten Durchgang verpasst hatte und nun auf Platz 20 kam.
picture

Ein Wackler kostet: Hoffmann hat noch Luft nach oben

Quelle: Eurosport

Die beiden großen deutschen Sorgenkinder verabschiedeten sich ebenfalls deutlich verbessert aus dem Jahr 2025: Andreas Wellinger, 49. in Oberstdorf, zog als 27. in den Wettkampf ein.
"Es war schon eine Herausforderung. Ich will vorne mitkämpfen und nicht als 49. ausscheiden. Das ist nicht das, was ich kann. Es war definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Mir ist es gelungen, mit der richtigen Balance im Anlauf die Energie reinzubringen."
picture

"Es geht doch!" Formkurve bei Wellinger zeigt nach oben

Quelle: Eurosport

Karl Geiger, der in der Qualifikation zum Auftaktspringen gescheitert war, schaffte es als 31. ebenfalls souverän unter die besten 50.
"Das war ein Schritt in die richtige Richtung und echt wichtig", meinte der 32-Jährige: "Oberstdorf war ein ganz schönes Brett für mich, eine ziemliche Packung." Es helfe jedoch "nichts, Trübsal zu blasen. Man muss handlungsorientiert bleiben und einfach beißen."
picture

Geiger lacht wieder! DSV-Urgestein packt Quali für Neujahrsspringen

Quelle: Eurosport

DSV-Youngster Bayer überzeugt

Youngster Ben Bayer überzeugte punktgleich mit Wellinger als 27. und kommt damit am Donnerstag zu seinem zweiten Weltcup-Einsatz und seiner Premiere bei einem Tournee-Wettkampf. "Ich bin sehr glücklich. Der Sprung war cool", sagte Bayer bei Eurosport.
picture

131 Meter! DSV-Youngster Bayer zündet Silvester-Kracher

Quelle: Eurosport

Von den neun DSV-Springern in Garmisch-Partenkirchen scheiterten lediglich Constantin Schmid (51./123,5 m/102,8), Luca Roth (54./122 m/100,0) und Max Unglaube (65./98 m/63,0). Für sie dürfte die Tournee damit beendet sein - zu den beiden Springen in Österreich darf Bundestrainer Stefan Horngacher nur noch fünf statt neun Springern mitnehmen.
Ex-A-Kader-Springer Schmid fehlten allerdings nur 1,3 Punkte zur Qualifikation für den Wettkampf.

Granerud disqualifiziert - Aigro verletzt

Nach der Disqualifikation von Timi Zajc (Slowenien) beim Auftaktspringen erwischte es diesmal den früheren Tourneesieger Halvor Egner Granerud (Norwegen) und Kaimar Vagul (Estland) bei der Materialkontrolle.
Granerud, Tourneesieger 2022/23, wurde wegen zwei Millimeter Beinlänge seines Anzugs disqualifiziert. Beim Anzungskandal der Norweger während der WM 2025 hatte er verletzt gefehlt.
Überschattet wurde der Qualifikationstag von einem schweren Sturz des Esten Artti Aigro. Der 26-Jährige kam im Trainingsdurchgang zu Fall und musste mit dem Schlitten aus dem Anlauf gebracht werden.
Aigro zog sich eine Teilruptur des Innenbandes im linken Knie und eine Franktur im linken Fuß zu, ihm droht das Olympia-Aus.
picture

"Das ist langweilig!" Prevc siegt schon wieder

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung