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Halvor Egnar Granerud und seinen Kollegen vom norwegischen Skisprung-Team stehen vor finanzieller Katastrophe
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Publiziert 04/12/2023 um 16:36 GMT+1 Uhr
Das norwegische Skisprung-Team um Halvor Egnar Granerud ist in einer schweren finanziellen Krise. Der Skisprung-Abteilung sind laut einem Bericht von "TV2" bereits massiv die Gelder gekürzt worden, eine weitere Kürzung steht im Raum. Eine wegweisende Budget-Entscheidung soll bei einer Sitzung am 19. Dezember fallen. Als letztmögliche Lösung für das Team ist eine Abspaltung vom Verband im Gespräch.
Halvor Egner Granerud
Fotocredit: Getty Images
Laut des TV-Berichts habe es eine gigantische Kürzung von 10 Millionen Kronen (etwas mehr als 850.000 Euro) für diesen Winter gegeben.
Nationaltrainer Alexander Stöckl beklagt die folglich hohe Belastung der Mitarbeiter der Skisprung-Abteilung: "Alle müssen viele, viele Stunden mehr arbeiten, als sie sollten."
Der Österreicher befürchtet ein Horrorszenario: "Wenn wir Leute entlassen müssen, dann sind wir am Ende. Dann haben wir nichts, womit wir weitermachen können."
Ein gigantischer Finanzkollaps droht durch weitere Kürzungen, die laut "TV2" im Raum stehen. Auf einer Sitzung am 19. Dezember soll eine Entscheidung darüber getroffen werden.
Als Rettung in der Not fordert Stöckl den Verband dazu auf, einen Hauptsponsor zu finden. "Wir müssen dafür sorgen, dass wir unser Budget aufstocken, und wir müssen dafür sorgen, dass wir vielleicht im Laufe der Zeit auch mehr Mitarbeiter bekommen, die dann daran arbeiten können, dass wir auch in Zukunft Skispringen gewinnen."
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Alexander Stöckl, Skisprung-Trainer Norwegens
Fotocredit: Eurosport
Norwegens Saison auch ein sportliches Fiasko
Das ultimative Szenario wäre eine Abspaltung der Skisprung-Abteilung vom norwegischen Verband: Teammanager Clas Brede Braathen beschäftige sich laut Stöckl mit derartigen Plänen. "Ich kenne die Hintergründe nicht, aber ich denke, es wäre möglich", so Stöckl.
Umso bitterer für das sonst so erfolgsverwöhnte Team ist, dass es auch sportlich diese Saison nicht ins Rollen kommt. In den ersten Weltcupspringen gab es nur zwei zehnte Plätze. Die norwegische Zeitung "Dagbladet" spottete und sprach von einem "Fiasko".
Immerhin gab es am Sonntag beim zweiten Springen in Lillehammer einen Lichtblick. Olympiasieger Marius Lindvik erreichte auf der Großschanze Rang sechs.
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Wellinger fordert Kraft: Der Showdown in Lillehammer
Quelle: Eurosport
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