Vierschanzentournee in Innsbruck: Martin Schmitt analysiert Warnschuss für Domen Prevc in der Qualifikation am Bergisel

Die Erfolgssträhne von Domen Prevc hat in der Qualifikation zum dritten Springen der Vierschanzentournee auf der Bergiselschanze in Innsbruck einen kleinen Dämpfer erlitten. Mit sehr schlechten Windbedingungen landete der Dominator der ersten beiden Springen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen nur auf Platz 30. Für Martin Schmitt ist dieses Ergebnis aber kein Grund zur Beunruhigung.

Schmitt-Analyse zur Quali: "Doppelter Schreck" für Prevc und Raimund

Quelle: Eurosport

Sieben Siege aus den letzten acht Weltcup-Springen, dazu die Siege in den Qualifkationen von Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen - das war die Bilanz von Prevc bis zum "Schicksalsberg" in Innsbruck. Ein stark auffrischender Rückenwind sorgte für eine frühe Landung bei 112 Metern, 16 Meter weniger als Quali-Sieger Jan Hörl aus der überragenden ÖSV-Mannschaft. Platz 30 bedeutete dies für den Slowenen.
Ein Ausreißer oder ein Ende der Dominanz? Für Martin Schmitt angesichts der Verhältnisse eher ein Zeichen für eine Ausnahme: "Es fühlt sich dann sehr zäh an mit so viel Rückenwind", sagte der Eurosport-Experte. "Am Bergisel kann das schnell gehen, dann fühlt es sich nicht gut an über den Vorbau, man kommt nicht ins System und hat nicht so ein Tragegefühl."
Vom Ergebnis, das Prevc eine sehr frühe Startnummer beim Springen am 4. Januar einbrachte (ab 13:00 Uhr live auf Eurosport, discovery+ und im Liveticker), sollte man sich nicht täuschen lassen. "Die Quali sollte man nicht überbewerten. Was jetzt wichtig ist, dass man sich wieder auf die Basics konzentriert und für den morgigen Tag vorbereitet. Man sollte diese Qualifikation nicht so sehr vom Ergebnis her, sondern eher handlungsorientiert betrachten", sagte Schmitt.
Für den Experten steht nach wie vor fest: "Domen ist der Mann, den es zu schlagen gilt." Das ist umso mehr der Fall, da der 26-Jährige mit einem Vorsprung von 35 Punkten auf Hörl nach Innsbruck reiste. Zum Vergleich: Bei seinem Quali-Sprung landete er 22,7 Punkte hinter dem Österreicher.

Auch Raimund hadert mit den Verhältnissen

"Es ist besser, dass mir das in der Quali passiert ist als im Wettkampf", sagte Prevc selbst über seinen Sprung: "Es ist eine Lehre, aus der ich hoffentlich etwas mitnehmen kann."
Dass er für seinen Sprung 27 Windpunkte gutgeschrieben bekam, überraschte den Slowenen im Interview mit Eurosport. "Dass es so viele waren, wusste ich gar nicht. Die Bedingungen waren hart, aber der Sprung war auch nicht perfekt. Aber wie ich schon sagte: Heute war heute, morgen ist morgen und ich habe noch Reserven in meinem Sprung und hoffe, dass ich die morgen abrufen kann."
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Quali-Highlights: Prevc bei rot-weiß-roter Party vom Winde verweht

Quelle: Eurosport

Auf diese Reserven hoffen auch die Hoffnungsträger aus deutscher Sicht. Felix Hoffmann sprang bei besseren Windverhältnissen als bester nicht ÖSV-Adler auf Platz fünf. Philipp Raimund landete mit mehr als 22 Windpunkten auf Rang 16.
Raimund musste zudem - ebenso wie Prevc - noch eine Schrecksekunde überstehen, als er am Ende des Auslaufs in Innsbruck nicht rechtzeitig abbremsen konnte und in die Absperrung rauschte. Am Eurosport-Mikrofon gab der Deutsche aber Entwarnung.
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Kurzer Schreck beim Auslauf: Raimund in Quali hinterher

Quelle: Eurosport

Für morgen gilt für Prevc und die DSV-Adler, die richtigen Lehren aus der Quali zu ziehen - "handlungsorientiert" eben. "Die Deutschen müssen noch ein wenig zulegen, aber es war gegen Ende eben auch wirklich schwierig mit den Bedingungen", sagte Schmitt. "Hoffmann hat es ganz ordentlich gemacht."
Bei der Windlotterie am Bergisel heißt es beim dritten Tournee-Springen wie so oft: alle gegen rot-weiß-rot.
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Prevc nach Warnschuss in der Quali: "Es war eine Lehre"

Quelle: Eurosport


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