Vierschanzentournee: Domen Prevc in Innsbruck knapp geschlagen, aber glücklich - Dominator ist auch "nur ein Mensch"

Domen Prevc wird in Innsbruck von Ren Nikaido geschlagen, hat den Tourneesieg aber fast sicher. Da kann es der Slowene auch verkraften, dass er um 0,5 Punkte am Erfolg am Bergisel vorbeigeschrammt ist und damit den "Grand Slam" nicht mehr erreichen kann. Felix Hoffmann wackelt und wird Fünfter. Das Podium in der Gesamtwertung ist für den Deutschen weiterhin in Reichweite.

Highlights: Herzschlagfinale! Nikaido stiehlt Prevc am Bergisel die Show

Quelle: Eurosport

Domen Prevc marschierte zu den Klängen des "Gute-Laune-Lieds" in Richtung Podium, nach Platz zwei hinter Überraschungssieger Ren Nikaido war der Überflieger aus Slowenien sichtlich erleichtert. Kein Wunder: Der Traum vom "Grand Slam" ist für den Weltmeister in Innsbruck zwar geplatzt, der Triumph bei der 74. Vierschanzentournee ist ihm aber kaum noch zu nehmen.
Und so genoss Prevc das Kinderlied ebenso wie Felix Hoffmann, der nach einem Wackler auf der Schanze und Rang fünf ein wenig mitwippte.
"Ich war echt nervös heute", sagte Prevc, der nach dem ersten Durchgang "nur" auf dem vierten Rang gelegen hatte. Ein starker zweiter Sprung auf 128,0 m brachte ihn aber noch auf das Treppchen, nur zu Nikaido reichte es nicht.
Der Japaner lag nach Flügen auf 131,0 und 128,0 m umgerechnet 27 Zentimeter vor Prevc, der in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen triumphiert hatte, und holte den ersten Weltcupsieg seiner Karriere. "Ich habe gefühlt, dass heute etwas drin ist", sagte Nikaido überglücklich.

Hoffmann mit Wackler im Anlauf

DSV-Adler Hoffmann wahrte derweil als Fünfter die Chance, erstmals in seiner Karriere in der Endabrechnung das Tournee-Podest zu erklimmen. Dabei war er vor seinem furiosen zweiten Sprung auf 130,5 m ins Straucheln geraten.
Hoffmann blieb kurz am Balken hängen, berappelte sich aber sofort wieder. "Vielleicht hat es das gebraucht. Ich bin mit dem Schuh hängen geblieben - aber dann bin ich ins Segeln gekommen", sagte er im "ZDF".
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Schrecksekunde! Hoffmann bleibt mit Bindung am Balken hängen

Quelle: Eurosport

Mit 840,4 Punkten belegt Hoffmann nun auch in der Gesamtwertung Rang fünf. Einsam an der Spitze liegt Prevc (895,8), der umgerechnet 22 Meter Vorsprung auf Jan Hörl (854,4) aufweist, Hörl wurde am Sonntag Vierter. Dahinter folgt in Stephan Embacher (854,1), am Bergisel auf Rang drei, ein weiterer Österreicher. Nikaido (841,7) schob sich auf den vierten Platz vor.
Auch Philipp Raimund überzeugte als Zwölfter, verlor in der Gesamtwertung aber einen Rang und ist nun Siebter. "Meine Sprünge waren auf einem Naja-Niveau, normalerweise bekomme ich das besser hin", sagte der Oberstdorfer, der auch ein Lob für Prevc übrig hatte: "Domen macht das saumäßig gut. Aber er ist eben trotzdem nur ein Mensch."
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Innsbruck tobt: Hoffmann mit nächstem Top-Ergebnis - Schrecksekunde am Balken

Quelle: Eurosport

Geiger und Wellinger verpassen Finale

Vor 21.125 Zuschauern, davon je 9400 Österreicher und Deutsche, folgte Pius Paschke auf dem 28. Platz. Die deutschen Sorgenkinder Karl Geiger (31.) und Andreas Wellinger (37.) schafften es dagegen auch im dritten Tournee-Springen nicht in den zweiten Durchgang.
"Ich habe leider die Landung verkackt. Und das ärgert mich enorm", sagte der zweimalige Olympiasieger Wellinger. Geiger sah zumindest "einen Schritt in die richtige Richtung."
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Wellinger verpatzt Landung und verpasst deshalb den zweiten Durchgang

Quelle: Eurosport

Weiter geht es für Prevc, Hoffmann und Co. schon am Montag (16:30 Uhr live bei Eurosport und discovery+) mit der Qualifikation in Bischofshofen. Auf der Paul-Außerleitner-Schanze hat der Slowene in seiner Karriere noch nie das Podest erreicht, nun kann er dort seiner Titelsammlung erstmals den Goldenen Adler hinzufügen. "Ich muss es nun wie ein Kind machen", sagte er: "Genießen, relaxen - und einfach springen."
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(SID)
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Nikaido schlägt Prevc und gewinnt am Bergisel ersten Weltcup

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Nikaido verblüfft Schmitt: "Fantastischer Wettkampf, verdienter Sieg"

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