Janne Ahonen und Toni Nieminen treten in Show-Wettkampf an: Ehemalige Skisprungstars wagen sich auf Schanze in Lahti

Die beiden finnischen Skisprung-Legenden Janne Ahonen und Toni Nieminen trauen sich doch noch einmal auf eine Skisprungschanze. In wenigen Wochen wollen die beiden Finnen in einem Show-Wettkampf ein letztes Mal zusammen in Lahti vom Balken gehen. Dabei blicken die einstigen Weltklasse-Springer mit gemischten Gefühlen in Richtung der Showeinlage vor den finnischen Skisprungfans.

Janne Ahonen gibt sein Comeback auf der Schanze

Fotocredit: Getty Images

"Es ist aufregend, teilnehmen zu können. Ich kann die Panik und Angst im Vorfeld schon spüren, aber auch die Freude. Alles kann passieren", sagt Ahonen im Interview mit "YLE".
Erst kurz zuvor hatten er und sein damaliger Mannschaftskollege Nieminen einem Show-Springen auf der Schanze von Lahti zugestimmt.
Allerdings nur unter der Prämisse, gemeinsam an den Start zu gehen. "Ich habe einen Anruf bekommen und sie haben mir gesagt, dass es so eine Überlegung gibt. Sie haben mich gefragt, was sie tun können, um mich zu überzeugen. Ich habe gesagt, dass ich nur springe, wenn Janne auch springt", offenbarte Nieminen, der als erster Skispringer über die damals magische 200 Meter-Marke flog.
Ähnlich sah es Ahonen, der jedoch kaum zögerte, als er hörte, dass sein ehemaliger Buddy auch dabei ist.

König der Comebacks

Seinen letzten offiziellen Wettkampf absolvierte der fünfmalige Vierschanzentourneesieger im Januar 2022. Bei den finnischen Meisterschaften ging der damals 42-Jährige noch einmal an den Start und belegte hinter Antti Aalto und Eetu Nousiainen einen beachtlichen dritten Rang.
Wie sehr Ahonen für den Skisprungsport brennt, zeigt der Verlauf seiner Karriere. Nachdem der Finne bereits 2008 offiziell sein Karriereende bekannt gab, folgten im Anschluss noch drei Comebacks.
Zunächst versuchte er sich noch einmal in der Saison 2009/2010 und verpasste bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver als Vierter nur knapp das Podest. Nur ein Jahr später folgte der Rücktritt, ehe ihn 2013 erneut der Ergeiz packte.
Diesmal das große Ziel: Olympia 2014 in Sotschi. Erneut qualifizierte sich der Finne für die olympischen Siele und belegte Rang elf von der Großschanze.

Ahonen freut sich wie "ein kleiner Junge"

Sein drittes und endgültiges Comeback folgte 2017 – einmal mehr mit dem Traum, noch ein letztes Mal bei Olympia anzutreten. Diesen Wunsch erfüllte sich Ahonen tatsächlich und nahm 2018 an seinen siebten Olympischen Spielen teil. Als besondere Ehre durfte er bei der Eröffnungsfeier als Fahnenträger Finnlands einlaufen.
Diese Begeisterung für das Skispringen hält bis heute an. "Obwohl man auf dem Skisprungturm Angst und Aufregung spürt, fühlt es sich dennoch an, als wäre man ein kleiner Junge beim Schlittenfahren", beschrieb der Finne seine Gefühlswelt vor dem vermeintlich letzten Sprung seiner Karriere.
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Quelle: Eurosport


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