Maren Lundby erhebt schwere Vorwürfe gegen Gregor Schlierenzauer - der setzt sich zur Wehr

In der kommenden Saison ist es so weit: Die Frauen tragen im Weltcup erstmals einen Skiflug-Wettbewerb aus. Der Weg dahin war voller Hürden. Neben vielen Befürwortern kämpfte die Bewegung auch gegen prominenten Gegenwind - auch Gregor Schlierenzauer sprach sich gegen die Einführung aus. Weil der Österreicher sich gegen das Konzept wehrte, erhob Maren Lundby nun schwere Vorwürfe.

Die norwegische Skispringerin Maren Lundby

Fotocredit: Getty Images

Viele Top-Athletinnen warben jahrelang für die Einführung eines Skiflug-Wettbewerbs für Frauen. Dazu gehörte auch Norwegens Superstar Maren Lundby.
Die 27-Jährige zeigte sich über die Reaktion einiger männlicher Kollegen enttäuscht, welche sich gegen die Einführung der neuen Disziplin aussprachen: "Wir haben herausgefunden, dass nicht viele diese Idee unterstützen", erinnerte sie sich im Gespräch mit dem norwegischen Rundfunksender "NRK".
Im Team der Norweger habe es zwar ausschließlich Befürwörter gegeben, "aber bei den ausländischen Springern war es nicht so leicht", sagte Lundby und ergänzte: "Sie dachten, wir sollten das nicht machen, weil wir nicht gut genug sind. So einfach ist das. Und es tut weh, das zu hören", ärgerte sich Lundby.
Einer der bekanntesten Gegner der Neueinführung soll ausgerechnet Skisprung-Legende Gregor Schlierenzauer gewesen sein. Über die Einstellung des Österreichers ärgerte sich Lundby besonders: "Er meinte, wir wären nicht gut genug und hat uns nicht unterstützt. Ich finde das schlecht."

Schlierenzauer wehrt sich

Gegenüber "NRK" reagierte der 32-Jährige auf die Worte Lundbys: "Ich habe immer gesagt, dass ich die Frauen wirklich beim Skifliegen sehen will. Aber das Timing muss passen."
Laut Schlierenzauer seien nicht alle Athletinnen bereit für die Disziplin: "Meiner Meinung nach gibt es 20 Frauen, die mit der großen Schanze umgehen und es genießen können."
Die Sicherheitsbedenken kann Lundby nicht nachvollziehen: "Wenn man sich das Skifliegen in den 1980er-Jahren ansieht, da haben sie sich beinahe umgebracht. Und trotzdem hat es niemand infrage gestellt. [...] Das Material ist heute so viel besser und alles ist sicherer. Es fühlt sich aber so an, als sei das Skifliegen nur etwas für Männer. Und das ist das Schlimmste", erklärte die Norwegerin.
Lundby könne Schlierenzauer jederzeit anrufen, so der Österreicher, der sich betont positiv äußerte: "Ich weiß es wirklich zu schätzen, dass der Sport wächst, vor allem auf Seiten der Frauen."
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Quelle: Eurosport

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