Markus Eisenbichler im Weihnachts-Interview: "Wenn ich in der Küche das Zepter schwinge, passiert das eigentlich nicht"
Markus Eisenbichler feiert sein erstes Weihnachtsfest nach dem Ende der Skisprung-Laufbahn. Der sechsmalige Weltmeister, inzwischen TV-Experte bei Eurosport, verrät im Exklusiv-Interview, worauf er sich dabei am meisten freut und welchen ehemaligen Teamkollegen er anrufen würde, wenn das Festtagsessen anbrennt. Dazu erklärt Eisenbichler, warum der Zeitpunkt fürs Karriereende perfekt gewählt war.
Geiger und Wellinger? "Man darf nicht zu viel erwarten"
Quelle: Eurosport
Viele Jahre lang war Markus Eisenbichler einer der prägenden Skispringer im DSV-Team. Ausgestattet mit einem besonderen Fluggefühl hält der "Eisei", wie ihn Freunde nennen, mit 248 Metern bis heute den deutschen Rekord im Skifliegen.
Und doch sagt der 34-Jährige, der seine Karriere am 29. März 2025 auf der Skiflug-Schanze von Planica beendete: "Ich vermisse das Skispringen nicht, aber ich schaue es mir weiterhin sehr gerne an."
Als Zuschauer, aber auch als TV-Experte am Eurosport-Mikrofon. Eine neue Aufgabe, für die er sich schon Feedback vom ehemaligen Teamkollegen Karl Geiger eingeholt hat. Er habe das "ganz gut hinbekommen", habe Geiger ihm versichert.
Im Gespräch mit Eurosport.de blickt Eisenbichler zurück auf den Schlusspunkt seiner Laufbahn und erklärt, was ihm Weihnachten bedeutet.
Das erste Weihnachtsfest nach der Karriere als Skispringer steht vor der Tür. Wie fühlt sich das an, so ganz ohne den Gedanken an die Vierschanzentournee im Hinterkopf?
Markus Eisenbichler: Schön, angenehm. Ich habe die Weihnachtszeit aber auch als Athlet sehr genossen. Ich fand es toll, ein paar Tage daheim zu sein. In diesem Jahr liegt vielleicht ein wenig mehr Fleisch auf dem Teller als früher, aber ansonsten wird es sich gar nicht so sehr unterscheiden.
- Tipp: Die Vierschanzentournee ab 28. Dezember live bei Eurosport 1 und discovery+
Der Weltcup läuft bereits seit November. Kommt da Wehmut auf oder sind Sie froh, das Ganze hinter sich gelassen zu haben?
Der Abschluss mit den Spezln in Planica war perfekt. Auf der Schanze, die ich so gerne mag und auf der wir dann im Team noch einmal einen Podestplatz feiern durften.
Eisenbichler: Letzteres. Ich bin einfach froh, dass ich eine so schöne Zeit beim Skispringen erlebt habe und das Ganze jetzt verfolgen und mit meinem alten Kollegen mitfiebern kann. Wehmütig bin ich nicht - ich frage mich auch nicht, ob ich vielleicht doch noch hätte weitermachen sollen. Ich vermisse das Skispringen nicht, aber ich schaue es mir weiterhin sehr gerne an.
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Markus Eisenbichler wird in Planica verabschiedet
Fotocredit: Imago
Der Zeitpunkt Ihres Rücktritts Ende vergangener Saison war also der richtige.
Eisenbichler: Ja, auch wenn einige das vielleicht anders sehen und sagen: 'Schade, dass du nicht mehr springst, jetzt könnten sie dich gebrauchen.' Aus meiner Sicht ist das ein bisschen Quatsch, denn ich habe meinen Frieden damit gemacht. Der Abschluss mit den Spezln in Planica war perfekt. Auf der Schanze, die ich so gerne mag und auf der wir dann im Team noch einmal einen Podestplatz feiern durften.
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Eisenbichler zu Wellinger und Geiger: "Kommen wieder auf die Beine"
Quelle: Eurosport
Wie wird Weihnachten im Hause Eisenbichler gefeiert und was wird für Dich an diesen Tagen besonders wichtig?
Eisenbichler: Konkret geplant habe ich noch gar nicht. Ich freue mich aber sehr darauf, mit meiner Familie, meinen Cousins, Cousinen, Tanten und Onkeln essen zu gehen am zweiten Weihnachtsfeiertag. Das haben wir schon so gemacht, als ich noch ein kleines Kind war. Das wird auch jetzt wieder schön, zumal mein Bruder oder mein Cousin Kinder haben und alle dann zusammenkommen. Am 24. Dezember bin ich immer gerne in der Früh eine Skitour gegangen, dieses Jahr wird es wohl Skifahren mit Freunden. Mittags esse ich dann mit meinen Eltern und am Abend treffe ich mich vielleicht mit meinem besten Spezl, der praktischerweise gleich gegenüber wohnt. Mir ist wichtig, dass Weihnachten entspannt ist und ich bewusst Zeit mit der Familie verbringen kann. Darauf freue ich mich.
Wir haben spannende, positive und negative Dinge miteinander erlebt - aber wir waren als Trainer und Sportler ein gutes Gespann und erfolgreich.
Gesetzt den Fall, das Festessen brennt an: Welchen Ihrer ehemaligen Teamkollegen rufen Sie in der Not an?
Eisenbichler: Hmmm ... also ich weiß, dass der Andi Wellinger gut kochen kann, der Karl Geiger ebenso. Aber ich sage mal so: Wenn ich in der Küche das Zepter schwinge, passiert mir das eigentlich nicht (lacht). Ich koche auch sehr gerne.
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Ex-Bundestrainer Werner Schuster 2019 im Gespräch mit Markus Eisenbichler
Fotocredit: Imago
Inzwischen kommentieren Sie als Eurosport-Experte an der Seite von Gerhard Leinauer und Ihrem ehemaligen Bundestrainer Werner Schuster die Springen. Gab es Feedback vonseiten der einstigen Teamkollegen?
Eisenbichler: Ja, tatsächlich. Ich bin ja immer mit dem Karl (Geiger, A.d.R.) in Kontakt, und der war der Meinung, dass ich es ganz gut hinbekommen habe. Ich hätte ein bisschen mehr reden können, hat er noch gesagt. Aber ich wollte da langsam reinwachsen, den anderen beiden nichts wegnehmen. Ich habe dann gemerkt, dass es mit dem Werner (Schuster, A.d.R.) sehr gut passt und wir die eine oder andere Anekdote aus gemeinsamen Zeiten auspacken können. Wir haben spannende, positive und negative Dinge miteinander erlebt - aber wir waren als Trainer und Sportler ein gutes Gespann und erfolgreich. Ich hoffe, dass wir den Zuschauern bei Eurosport interessante Einblicke geben und uns auch mal necken können auf eine gute Art.
Vielen Dank für das Gespräch, Herr Eisenbichler.
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Markus Eisenbichler - von der Schanze ans Mikrofon bei Eurosport
Fotocredit: Eurosport
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Eisenbichler exklusiv zum Phänomen Kasai: "Ein Wahnsinnstyp"
Quelle: Eurosport
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