Noch immer keine Tournee, aber ein Skispringen an Neujahr: Mit neuem Bundestrainer und etwas mehr Schanzen-Gleichheit starten die DSV-Frauen um Katharina Althaus in den Winter.
Das Mini-Turnier in Slowenien rund um den Jahreswechsel, durchgeführt wie bei den Männern im K.o.-Modus, ist einer von vielen kleinen Schritten auf dem Weg zur erhofften "Schanzen-Gleichheit". Neu ist auch, dass die Frauen in Willingen, Oslo, Klingenthal und Lillehammer am selben Wochenende ihre Wettbewerbe austragen wie die Männer. Das soll analog zum Biathlon für mehr Aufmerksamkeit sorgen.
Auf mehr Zuschauer, bessere TV-Quoten und größere Popularität hofft auch der neue Bundestrainer Maximilian Mechler. Der Nachfolger von Andreas Bauer gibt am Freitag in Nizhny Tagil sein Debüt.
Nizhny Tagil
Geiger erneut auf dem Treppchen - drei Deutsche in den Top Ten
21/11/2021 AM 16:41
Zwar waren die Männer schon eine Woche zuvor in Russland im Einsatz, dennoch "werden wir uns ja noch öfters im Winter an den Schanzen treffen", so Mechler: "Da wollen wir als Team zusammenwachsen."

Mechler will Erneuerungen vorantreiben

Der 37 Jahre alte Mechler, der als Aktiver eher in der zweiten Reihe stand und als beste Platzierung im Gesamtweltcup einen 27. Rang vorzuweisen hat, will im deutschen Team die von Bauer schon angestoßenen Neuerungen fortsetzen. "Das heißt: Wir legen sehr viel Wert auf die Athletik. Und wir müssen, weil wir mehr auf Großschanzen und auch gemeinsam mit den Männern springen, noch mehr Wert auf das Fliegerische legen."
Denn gerade auf den großen Anlagen hatten sich zuletzt auch große Leistungsunterschiede offenbart. "Die eine oder andere hat dort noch Potenzial. Es ist noch nicht so selbstverständlich, dort zu springen", sagt Mechler. Ausnahmen sind die erfahrene Althaus, die als deutsche Nummer eins in den Winter geht, oder auch Juliane Seyfarth und Sotschi-Olympiasiegerin Carina Vogt.

Konkurrentin Lundby fehlt

Mechler weiß derweil um die "großen Fußstapfen", die Bauer hinterlassen hat. Aber: Im vergangenen Jahr blieb das DSV-Team sowohl im Weltcup als auch bei der Heim-WM in Oberstdorf ohne Einzel-Podest. Für die Olympischen Spiele setzt der neue Coach seine Ziele daher eher vorsichtig. "Wir wollen so gut drauf sein, dass wir auf jeden Fall im Mixed um eine Medaille kämpfen können. Im Einzel werden wir dann sehen, wie gut es schon funktioniert", sagt er.
Eine große Konkurrentin fehlt indes: Die Norwegerin Maren Lundby, Olympiasiegerin 2018 und Weltmeisterin 2021, lässt wohl den kompletten Winter aus. Die beste Skispringerin der Welt will damit auch ein Zeichen gegen den Gewichtswahn in ihrem Sport setzen. "Maren folgt ihrem Herzen", sagt die ehemalige Mixed-Weltmeisterin Seyfarth.
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(SID)

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