Vierschanzentournee - Geiger verpasst Wettkampf beim Heimspringen in Oberstdorf: "Ein Griff ins Klo"

Karl Geiger hat bei seiner Rückkehr in den Weltcup ausgerechnet bei seinem Heimspringen in Oberstdorf zum Auftakt der Vierschanzentournee das nächste Debakel erlebt. Mit einem "Hüpfer" auf 106,5 Meter platzierte sich der 32 Jahre alte Lokalmatador in der Qualifikation nur auf Rang 53 und verpasste so erstmals seit 2013 den Wettkampf auf der heimischen Schattenbergschanze (HS 137)

Quali-Highlights: "Domenator" überirdisch - Raimund weckt Hoffnungen

Quelle: Eurosport

Nach den Plätzen 56 und 54 bei den Qualifikationen in Wisla Anfang Dezember hatte Geiger eine Wettkampfpause eingelegt und sich stattdessen ins Training gestürzt - eine Maßnahme, die sich offensichtlich noch nicht auszahlte.
"Das war ein Griff ins Klo, das ärgert mich richtig. Ich weiß nicht, wie es jetzt weitergeht. Ich werde in Partenkirchen wieder mein Bestes geben. Da muss man halt manchmal durch - offensichtlich", sagte Geiger.
Auch bei ehemaligen Weggefährten herrschte Betroffenheit vor. "Das ist ein Wahnsinnsrückschlag für ihn", kommentierte Ex-Bundestrainer Werner Schuster bei Eurosport Geigers verkorksten Qualifikationssprung in Oberstdorf geschockt.
Genau wie Andreas Wellinger hatte Geiger vor Weihnachten auf den Kleinschanzen in Oberstdorf und Predazzo/Italien (Olympiaschanze) sowie auf der Großschanze im slowenischen Planica trainiert und dafür die Wettkämpfe in Klingenthal und Engelberg ausgelassen.
picture

"Brutalität des Skispringens": Geiger stürzt ab - Schuster leidet mit

Quelle: Eurosport

Schmitt über Geiger: "Das erhoffte kleine Wunder ist ausgeblieben"

Während sich Wellinger mit Quali-Rang 39 immerhin für das Auftaktspringen am Montag (16:30 Uhr live im TV bei Eurosport 1, im Stream bei discovery+ und im Liveticker bei Eurosport.de) qualifizieren konnte, lief es bei Geiger nur im ersten Trainingssprung - da landete er noch mit 123 Metern auf Rang 31.
Als es im Quali-Durchgang dann aber bei schwierigen Bedingungen um die Wurst ging, fiel das System wieder in sich zusammen.
"Das erhoffte kleine Wunder ist ausgeblieben", fasste Experte Martin Schmitt im Gespräch mit Eurosport.de den Auftritt der beiden ehemaligen Vorzeigeadler in der Quali zusammen: "Man musste befürchten, dass die Tournee noch zu früh kommt. Das hat sich leider auch im Quali-Ergebnis gezeigt."
Speziell für Geiger sei das eine "sehr schwere Situation", meinte Schuster: "Da sieht man die ganze Brutalität des Skispringens: Der Mann, der dieses Springen schon gewonnen hat, kämpft mit allem, was er hat, um den Einzug in die Top 50." Und schafft es am Ende nicht mal.
Geigers Sprung sei letztlich "noch nicht so stabil, dass er es in einer schwierigen Wettkampfsituation rüberbringt", ergänzte Schmitt, hofft aber schon für Garmisch-Partenkirchen auf einen Schritt nach vorne:" Er muss das jetzt abhaken und sich auf die guten Dinge aus dem Training besinnen."
picture

Gemischte Gefühle bei Rückkehr: Wellinger nimmt Quali-Hürde

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung