Österreichischer Skispringer Clemens Leitner beendet Karriere mit 27 Jahren: "Bin bereit für den nächsten Absprung"
VonLukas Fegers
Publiziert 02/04/2026 um 08:47 GMT+2 Uhr
Mit 19 Jahren feierte er sein Weltcup-Debüt, zwei Jahre später gewann er den Contintental-Cup, der ganze große Sprung blieb aber aus - und nun ist Schluss: Clemens Leitner beendet im Alter von 27 seine Karriere. Wie der österreichische Skispringer auf Instagram in einem emotionalen Post mitteilte, sei es "Zeit für das nächste Kapitel". Positives Feedback gab es von vielen seiner Weggefährten.
Clemens Leitner beendet mit 27 Jahren seine Skisprung-Karriere.
Fotocredit: Getty Images
Sein Ski-Paar in der rechten Hand, die linke Hand zum Abschiedsgruß gehoben - so wirkt das Bild, das Leitner von einem früheren Wettkampf auf seinem Social-Media-Kanal postete.
"Im Februar stand ich an einem Scheideweg. Ich musste mich entscheiden, ob ich meinen Traum, der weltbeste Skispringer zu werden, weiterverfolgen oder mich auf mein Studium und meine berufliche Zukunft konzentrieren wollte. Heute freue ich mich, euch mitteilen zu können, dass ich mich für Letzteres entschieden habe, und es fühlt sich genau richtig an", erklärte der 27-Jährige am Mittwoch.
Sportlich bleiben der Continental-Cup-Gesamtsieg 2019/20, der 31. Platz bei der Vierschanzentournee 2022/23 und der 41. Rang während derselben Saison im Gesamtweltcup damit seine größten Erfolge.
Rückblickend sei er "unglaublich dankbar für alles", was das Skispringen ihm gegeben habe, schrieb Leitner und führte aus: "Es ging mir nicht nur um Sprünge, sondern um den Weg dorthin. Ich hatte das Privileg, so viele hartnäckige Konkurrenten kennenzulernen, die zu Freunden wurden - nicht nur aus Österreich, sondern auch aus Italien, Deutschland, Slowenien, Norwegen, Finnland, Estland, Tschechien, Japan, den USA und Polen."
In der Kommentarspalte unter seinem Abschieds-Posting meldeten sich viele seiner Wegbegleiter zu Wort und wünschten ihm alles Gute für die Zukunft - darunter sein Bruder und Ex-Biathlet Felix Leitner, der Kombinierer Johannes Lamparter (Österreich) sowie die beiden Skispringer Alex Insam (Italien) und Frantisek Holik (Tschechien).
Leitner bedankt sich bei ÖSV-Legende Felder
Seine Karriere sei "eine unglaubliche Zeit voller Ehrgeiz, Jubel und Erfolg" gewesen, betonte Leitner in seinem Beitrag: "Doch nun ist es an der Zeit, mich auf das Leben nach dem Studium zu fokussieren. Ich freue mich wirklich sehr auf mein Studium, meine zukünftige Arbeit und die neuen Herausforderungen, die vor mir liegen."
Abschließend bedankte er sich bei all denen, die ihn während seiner Laufbahn unterstützt hatten, und richtete das Wort unter anderem an Andreas Felder, den Gesamtweltcupsieger von 1990/91. Dieser habe ihm "schon als Kind das Springen beigebracht und in mir die Faszination für das Fliegen geweckt".
Die Faszination scheint zu bleiben, das Skispringen werde "immer einen Platz in meinem Herzen haben", hob Leitner hervor: "Aber ich bin bereit für den nächsten Absprung!"
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Quelle: Eurosport
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