Olympia 2026 - Skispringen: Andreas Wellinger als Mr. Olympia - DSV-Adler könnte in Predazzo für Überraschung sorgen

Andreas Wellinger geht bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina nicht als Topfavorit ins Rennen. Die Form des DSV-Adlers ließ in der bisherigen Saison meist zu wünschen übrig und der 36. Rang bei der Tournee machte keine Hoffnungen. Allerdings ist Wellinger ein wahrer Olympia-Spezialist, besonders auf der Normalschanze, und pünktlich zum Start zeigt die Formkurve klar nach oben.

Medaillenchancen bei Olympia? Alle wichtigen Fakten zu Wellinger

Quelle: Perform

Kulinarisch hat Andreas Wellinger für die Tage in Italien klare Erwartungen. "Gerne mal Pizza und Pasta - und tagsüber Cappuccino" stehen bei dem zweimaligen Skisprung-Olympiasieger auf dem Speiseplan. Und wenn es ganz gut läuft, gibt es auch das passende Getränk dazu: "Einen Vino werden wir hoffentlich zum Anstoßen aufmachen, wenn es was zum Feiern gibt."
Feiern durfte Wellinger zuletzt wenig, der 30-Jährige bot auf den Schanzen Europas monatelang nur Magerkost. Bei der Tournee landete er auf dem 36. Rang, bei der Skiflug-WM schaffte er es nicht einmal ins deutsche Team.
Er sei in ein "Loch" gerutscht, sagt der Bayer im Rückblick. Nun aber, und das ist die gute Nachricht, schaue sein Kopf "wieder aus dem Loch" heraus.
Denn Wellinger hat tatsächlich die Kurve gekriegt, bei der Olympia-Generalprobe in Willingen flog er auf die Ränge sechs und acht. Erinnerungen an das Frühjahr 2025 werden wach, als das Stehaufmännchen nach mäßigen Wochen zur WM nach Trondheim flog und dort überraschend Silber von der Normalschanze holte.

Erster Olympia-Wettkampf auf der Normalschanze

Auch in Predazzo startet die Medaillenjagd am Montag (19:00 Uhr live im TV bei Eurosport und im Stream bei HBO Max) auf dem kleinen Bakken.
Gelingt nun also ein ähnlicher Coup? "Es ist mir tatsächlich in den letzten Jahren immer zur WM oder zu Olympia sehr gut gelungen, voll da zu sein", sagt Wellinger. In Italien will er daher "alles auf eine Karte setzen", denn: "Alles ab dem vierten Platz ist irrelevant, wenn wir ehrlich sind."
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Führung vom Experten: Schmitt zeigt die Schanze von Predazzo

Quelle: Eurosport

Wellinger hat bei Olympia schon viel erlebt. 2014 holte er als 18-Jähriger mit Severin Freund, Andreas Wank und Marinus Kraus Team-Gold, vier Jahre später triumphierte er in Pyeongchang im Einzel - von der Normalschanze. 2022 verhinderte Corona eine Reise nach Peking. "Andi kann Olympia", sagt DSV-Sportdirektor Horst Hüttel.
Wellinger könnte sogar Historisches schaffen: Goldmedaillen bei drei verschiedenen Winterspielen hat noch kein Skispringer geholt. Vor allem im Mixed und im Super Team bestehen durchaus Chancen - wenn er denn einen der nur zwei Startplätze erhält. "Ich habe definitiv die Chance, in jedem Wettkampf an den Start zu gehen", sagt Wellinger selbstbewusst.

Wellinger muss sich im Wettkampf steigern

Zunächst aber steht das Einzel an. Das erste Training verlief ordentlich, mehr aber auch nicht. Felix Hoffmann und Philipp Raimund waren stärker, Topfavorit ist ohnehin der Slowene Domen Prevc.
"Aber vielleicht gelingt es mir, dass ich mein Zeug mache", sagt Wellinger mit Blick auf den Montagabend, "und vielleicht fangen alle anderen an, irgendwas noch besser machen zu wollen, was selten funktioniert in unserem Sport."
Und dann, ja dann gibt es vielleicht schon bald einen Vino.
(SID)
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Schmitt erklärt Schanzen-Umbau in Predazzo am Mikro

Quelle: Eurosport


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