Verschärfte Anzugskontrollen für Skispringer bei Olympia 2026 - Betrug jetzt schwerer denn je

Nach dem norwegischen Anzug-Skandal bei der Nordischen Ski-WM 2025 wollen die Verantwortlichen der Olympischen Winterspiele 2026 die Kontrollen deutlich verschärfen. "Dies ist eine Möglichkeit, Spekulationen zu vermeiden und zu verhindern, dass Athleten und Teams gegen Regeln verstoßen", sagte Sandro Pertille, Renndirektor des Ski-Weltverbands, im Interview mit dem norwegischen Rundfunk "NRK".

Schmitt erklärt Schanzen-Umbau in Predazzo am Mikro

Quelle: Eurosport

"Es ist einfach eine klare Botschaft von uns: Wir wollen saubere Olympische Spiele in unserem Sport", stellte der 57-jährige Italiener mit Blick auf die Wettkämpfe auf den Schanzen in Predazzo (Val die Fiemme) klar.
Dem FIS-Renndirektor zufolge soll der Umfang der Materialkontrollen stark ausgeweitet werden. Diese wurden bisher vor dem Absprung und nach der Landung durchgeführt.
Während der Winterspiele allerdings sollen sechs Kontrolleure auf dem Skisprung-Areal im Einsatz sein, die "überall und jederzeit Kontrollen durchführen" könnten.
Der Gedanke dahinter: "Wir möchten die Athleten überraschen, denn dies ist ein wichtiger Schritt für uns, um alles unter Kontrolle zu halten", betonte Pertille.
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Die Anzugs-Kontrollen werden bei Olympia verschärft.

Fotocredit: Getty Images

Norwegisches Trainerteam nach Anzugs-Skandal gesperrt

Bei der Nordischen Ski-WM 2025 in Trondheim hatte das norwegische Team bewusst betrogen. Die Manipulation war ohne Rücksprache mit den Skispringern erfolgt, hatte Sportdirektor Jan Erik Aalbu nach Bekanntwerden des Anzug-Skandals gestanden.
Norwegens Cheftrainer Magnus Brevig war vom Internationalen Ski- und Snowboardverband FIS daraufhin für 18 Monate gesperrt worden, ebenso wie Assistenztrainer Thomas Lobben und Adrian Livelten, ein Mitglied des Serviceteams.

Hannawald begrüßt strengere Kontrollen

Der Ruf der Sportart hatte wegen des Anzug-Skandals seither gelitten. "Skispringen steht in dieser Saison weiter unter Beobachtung", sagte der ehemalige Vierschanzentournee-Gewinner Sven Hannawald im "ran"-Interview, der aber Besserungen sieht.
Gerade bei Disqualifikationen einzelner Athleten hieße es zunehmend: "Okay, es wird wieder strenger. Es wird wieder klarer. Es geht wieder mehr ums Skispringen und weniger um Tricks", so Hannawald.
Dieser Trend sei vor allem ein Verdienst der strengeren Kontrollen. "Mit Kontrollchef Mathias Hafele lässt sich nicht spielen. Jetzt weht ein anderer Wind", sagte Hannawald. Auch in Zukunft solle es daher beim Vermessen der Ausrüstung keinen Spielraum geben.
"Ich sage inzwischen ganz klar: Bei einem Millimeter konsequent alle rausschmeißen. Damit wirklich ein Umdenken stattfindet", betonte der TV-Experte.
(mit SID)
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Führung vom Experten: Schmitt zeigt die Schanze von Predazzo

Quelle: Eurosport


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