Karl Geiger äußert sich über verpasste Olympia-Teilnahme: "Es ist eine sehr bittere Pille"

Team-Silber 2018 in Pyeongchang, zweimal Bronze 2022 in Peking - doch bei Olympia 2026 nur Zuschauer: Nach einem durchwachsenen Winter verpasste Skispringer Karl Geiger die Norm für Mailand und Cortina d'Ampezzo, nun hat sich der 33-Jährige zu seinem geplatzten Traum geäußert. "Es ist eine sehr bittere Pille, dass es beim dritten Mal nicht geklappt hat", sagt Geiger.

Nach Hoffnungsschimmer: Geiger stürzt übel ab

Quelle: Eurosport

Ernst, enttäuscht und ein bisschen resigniert: So wirkt Geiger in den beiden Videoclips, die er am Donnerstagabend in Kooperation mit seinem Sponsor "Viessmann" auf Instagram teilte.
Viele Profilaufnahmen zeigen den fünfmaligen Weltmeister, wie er in die Ferne der Berglandschaft blickt, Drohnenbilder fangen ihn beim Spazieren in den Bergen auf. In seinen Worten klingt die Verbitterung durch - und doch überwiegt seine ehrliche, realistische Einschätzung.
"Dabei sein ist alles, sagt man zwar immer. Stimmt auch bis zu einem gewissen Teil. Aber ich war zweimal dabei - und wenn es vom Niveau her so ist wie am Saisonbeginn, glaube ich auch nicht, dass ich dort megaglücklich gewesen wäre. So fair muss ich schon zu mir sein", betont Geiger mit Blick auf die olympischen Skisprungwettbewerbe in Predazzo.
Ihm sei bereits bei der Vierschanzentournee "schon sehr klar bewusst" gewesen, dass das, "was ich momentan leiste und zeige, einfach nicht reichen wird. In der Form, in der ich mich vor paar Wochen befunden habe, hätte es auch keinen Sinn gemacht", erklärt der 33-Jährige.

Geiger verpatzte Olympia-Norm in Sapporo

Am Ende der Vierschanzentournee 2026 hatte für Geiger nur Rang 45 zu Buche gestanden, als aktuell 33. des Gesamtweltcups springt er seinen Erfolgsergebnissen der Vorjahre deutlich hinterher.
Dennoch hatte der Oberstdorfer bis zuletzt auf seine dritte Olympia-Teilnahme der Karriere gehofft. Doch bei den beiden Weltcup-Wettkämpfen Mitte Januar im japanischen Sapporo gelang Geiger nur die Teilnorm, weil er im ersten Wettbewerb den zweiten Sprung verpatzte.
In Japan habe er gewusst, dass es möglich gewesen sei, zweimal in die Top 15 zu springen - und somit die Olympia-Qualifikation doch noch zu schaffen.
"Deshalb hat es mich auch am ersten Tag so unglaublich geärgert, wo ich von Platz zwölf auf 27 zurückgefallen bin", sagt Geiger. Das sei "natürlich schon enttäuschend".

Familie gibt Geiger nötigen Halt

Sportlich und emotional ist der geplatzte Olympia-Traum für Geiger eine Challenge. Doch in solchen Situationen gebe ihm "natürlich das engste Umfeld, die Familie" den nötigen Halt.
Der Vater zweier Töchter betont, dass es für ein Kind keine Rolle spiele, "ob ich jetzt gut im Skisprung bin oder nicht. Sondern da bin ich der Papa."
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Quelle: Eurosport


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