Olympia 2026 - Skispringen: Eisenbichler analysiert Tränen-Drama um Prevc von der Normalschanze
VonJan Zesewitz
Publiziert 09/02/2026 um 09:34 GMT+1 Uhr
1,1 Punkte trennten nach je zwei Sprüngen von der Normalschanze die neue Olympiasiegerin Anna Odine Ström und die zweitplatzierte Nika Prevc voneinander. Kleinigkeiten entschieden den ersten Wettbewerb der Olympischen Spiele in Predazzo. Für die deutschen Springerinnen bleiben nur Plätze in der zweiten Reihe übrig. Eurosport-Experte Markus Eisenbichler analysierte die Entscheidung.
Eisenbichler-Analyse: "Dann kann Freitag bei den Medaillen mitreden"
Quelle: Eurosport
"Nika Prevc war zweimal zu früh am Schanzentisch", stellte der Experte in seiner Analyse des Springens fest. Die slowenische Überfliegerin konnte ihren knappen Rückstand aus dem ersten Durchgang auch im zweiten Versuch nicht wettmachen.
"Sie muss dann auf den Ski warten und es dauert, bis man ein tragendes Gefühl hat", fuhr Eisenbichler fort. "Erst spät kann sie dann ihre Stärken in der Luft ausspielen und hat somit einfach zu viele Meter verschenkt. Kleinigkeiten machen auf dieser kleinen Schanze einfach den Unterschied, speziell am Tisch. Da hat sie die Goldmedaille liegen lassen."
Die ging stattdessen nach Norwegen. Ström führte nach einem Sprung auf 100 Meter schon nach dem ersten Durchgang und behielt auch im Finale die Nerven. Eisenbichler war vom Sprung der 27-Jährigen beeindruckt.
"Ström hat es auf den Punkt gebracht", sagte der Weltmeister von 2017. "Ein verdienter, wenn auch knapper Olympiasieg. Sie trifft den Schanzentisch sehr gut, ist sehr symmetrisch in der Luft und sie zeigt eine wirklich schöne Telemark-Landung – so rettet sie einen Punkt Vorsprung zur Goldmedaille."
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Highlights: DSV-Springerinnen nur Statisten bei Gold-Thriller
Quelle: Eurosport
Prevc am Boden zerstört - aber mit weiteren Chancen
Ähnlich fasste es sein Experten-Kollege Martin Schmitt zusammen: "Es zählt am Tag X - nicht vorher, nicht hinterher. Es muss genau zur richtigen Minute passen, du musst bereit sein und da war Ström heute einen Tick mehr bereit als Nika Prevc", sagte Schmitt.
Prevc war nach der Entscheidung am Boden zerstört. Die Slowenin weinte vor der Siegerehrung bitterlich in den Armen ihrer Eltern. Eisenbichler machte der Weltcupführenden Hoffnung: "Man muss erstmal eine Medaille bei Olympia gewinnen - und die große Schanze kommt ja noch."
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Prevc nach Silber maßlos enttäuscht: Tränen bei der Überfliegerin
Quelle: Eurosport
Die deutschen Springerinnen spielten nur eine Statistenrolle - Selina Freitag wurde als beste Deutsche Siebte.
Mit dem zweiten Durchgang konnte sie sich verbessern, für ganz vorne reichte es allerdings nicht mehr: "Wenn Selina zwei Sprünge gezeigt hätte wie im zweiten Durchgang, dann hätte sie um die Medaille mitreden können", meinte Eisenbichler. Mit 97,5 Metern und 121,5 Punkten zeigte sie den fünftbesten Sprung im Finaldurchgang.
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Prevc gibt unter Tränen zu: "Es war zu viel Druck"
Quelle: Eurosport
DIe nächste Chance auf der Großschanze bietet sich am 15. Februar (ab 18:45 Uhr live auf Eurosport und HBO Max)
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Versöhnlicher Abschluss: Schmid verbessert sich mit zweitem Sprung
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