Penis-Betrug im Skispringen? Mathias Hafele kündigt neue Messmethoden nach Olympia 2026 an: "Wir stimmen uns ab"

Die Debatte um möglichen "Penis-Betrug" im Skispringen ruft den Weltverband auf den Plan. Wie Materialkontrolleur Mathias Hafele kurz nach den Wettkämpfen der Olympischen Winterspiele im "Bild"-Interview bestätigte, arbeite die Internationale Ski- und Snowboard-Föderation (FIS) "im Hintergrund bereits an Methoden, dass das schwierige Thema verbessert wird". Dabei skizzierte er mögliche Kontrollen.

FIS-Chefkontrolleur: "Zajc' Anzug war drei Millimeter zu kurz"

Quelle: Eurosport

"Wir favorisieren eine Knochenmessung, auch eine manuelle. Sprich, dass man ganz wie in alten Zeiten markante Körperteile wie zum Beispiel den Hüftknochen festlegt und dann mit einem Maßband arbeitet. Auch eine Messung an der Außenseite ist möglich und der Schritt wird dann prozentual dazugerechnet", erklärte der Österreicher.
Bereits zur neuen Saison will der Weltverband eine neue Messmethode eingeführt haben. Dabei arbeite die FIS eng mit den Nationen zusammen, so Hafele: "Wir stimmen uns auch mit dem medizinischen Komitee ab. Ich analysiere gerade sämtliche Möglichkeiten, die auf dem Markt sind. Doch es braucht eben Zeit."
Das erste Meeting für die kommende Skisprung-Saison finde im März beim Weltcup-Abschluss statt, sagte der 42-Jährige. Im Sommer solle bei der FIS-Vollversammlung dann abgestimmt werden.
Laut Hafele sei eine Option auch die sogenannte DEXA-Messmethode, die auf Röntgenstrahlen basiert und bei der im Liegen gemessen wird. Gesundheitsgefahr drohe den Skispringern dabei aber nicht, so der FIS-Materialkontrolleur: "Im Flugzeug ist man größeren Strahlenmengen ausgesetzt."

Vorteile durch Penis-Vergrößerung mit Hyaluronsäure?

Der Hintergrund der Penis-Debatte ist kurios. Durch eine vorübergehende Vergrößerung des Geschlechtsorgans, zum Beispiel durch die Injektion von Hyaluronsäure, ist es bei der aktuellen Messmethode theoretisch möglich, einen im Schritt um wenige Millimeter größeren Anzug durchzubekommen. Der Vorteil: Im Wettkampf könnte das potenzielle Weitenvorteile beim Springen liefern.
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Der mögliche "Penis-Betrug" wird im Skispringen heiß diskutiert

Fotocredit: Getty Images

Neben neuen Messmethoden gebe es der "Bild"-Zeitung zufolge auch einen weiteren Vorstoß mehrerer Länder, um Manipulation zu verhindern.
Demnach sollen ab der nächsten Saison die Sprunganzüge aller Athleten nach jeder Weltcup-Station zentral eingesammelt, weggeschlossen und erst beim darauffolgenden Wettkampf wieder ausgeteilt werden.
Aus Versicherungsgründen sei diese Option aber kaum vorstellbar, heißt es laut "Bild".
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Quelle: Eurosport


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