Olympia 2026 - Skispringen: Schmitt analysiert vierten Platz für Deutschland im Mixed: "Nicht gut genug für Bronze"

Nach dem Olympiasieg von Philipp Raimund auf der Normalschanze hatte sich das Mixed-Team berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille gemacht - am Ende reichte es "nur" zum vierten Platz hinter Slowenien, Norwegen und Japan. Eurosport-Experte Martin Schmitt analysiert, warum Raimund und Co. knapp am Podium scheitern - und warum er nun "Angst" vor der Großschanze und den Prevc-Geschwistern hat.

Blech für Deutschland - Schmitt: "Das Besondere hat gefehlt"

Quelle: Eurosport

Etwas geknickt gab Olympiasieger Raimund im Anschluss an den Wettkampf zu, dass er "nicht mit dem Fitnessfaktor von gestern angekommen" sei - den Strapazen des Vortags musste der Oberstdorfer Tribut zollen.
Zwar überzeugten Felix Hoffmann (100,5 und 102,5 m), und Agnes Reisch (95,5 und 96,0 m) und auch die 98,0 und 102,5 m von Raimund waren alles andere als schlecht, der "besondere Sprung" gelang dem deutschen Team aber eben nicht, analysierte Eurosport-Experte Martin Schmitt nach dem Springen.
So hätte die nötige Emotionalität gefehlt, der Sprung, "der das Team mitreißt, ist nicht gelungen. Es hätte heute auch niemand im Einzel eine Medaille gewonnen", sagte der 48-Jährige weiter.
"Es war eine solide, gute Leistung, aber eben nicht gut genug für Bronze", schloss der Mannschaftsolympiasieger von 2002 seine Einschätzung zum vierten Platz der DSV-Adler.
Dem schloss sich auch der ehemalige Bundestrainer und heutige Eurosport-Experte Werner Schuster in seiner Analyse an. Kleinigkeiten hätten letztlich den Unterschied gemacht, schließlich fehlten am Ende gerade einmal 1,2 Punkte zu Bronze. "Das sind in etwa 60 Zentimeter. Wir sollten gar nicht anfangen, zu suchen. Alle haben ihr Bestes gegeben, es ist sich halt knapp nicht ausgegangen", so Schuster.
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Schuster-Analyse: Ex-Bundestrainer erklärt die Lanisek-Explosion

Quelle: Eurosport

Schmitt warnt vor Slowenen: "Man fürchtet sich beinahe"

Die Slowenen, angeführt von Nika und Domen Prevc, rehabilitierten sich hingegen im Team-Wettbewerb. Die großen Dominatoren im Weltcup lieferten ab, nachdem sich die große Favoritin Nika im Einzel mit Silber hatte zufriedengeben müssen.
Ihr Bruder Domen sprang beim Olympiasieg von Raimund gar nur auf Rang sechs.
Für Schmitt aber zählen die Slowenen auf den anstehenden Wettkämpfen von der Großschanze nun zu den ganz großen Medaillenkandidaten - "man fürchtet sich beinahe ein bisschen", nun wo die Euphorie über die Goldmedaille im Mixed neue Kräfte freisetzen könnte.
Zumal die Stärke von Domen Prevc auf der Großschanze hinlänglich bekannt sei, "da kann es auch die Nika."

Schmitt: Selbstvertrauen über Trainings erlangen

Die Deutschen aber hätten laut Schmitt erneut die Möglichkeit, sich über die Trainings das nötige Gefühl und das Selbstvertrauen für die Großschanze zu erarbeiten.
Vorher aber müsse die Goldmedaille von Raimund noch einmal ausgiebig gefeiert werden: "Dann geht es mit neuer Energie und ganz positiv auf der großen Schanze weiter."
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Highlights: Prevc-Geschwister holen Mixed-Gold - DSV-Team ohne Medaille

Quelle: Eurosport


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