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Olympia 2026 - Skispringen: Philipp Raimund gewinnt Goldmedaille von der Normalschanze - Domen Prevc verpasst Podium
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Update 09/02/2026 um 21:42 GMT+1 Uhr
Philipp Raimund hat das Springen von der Normalschanze bei den Olympischen Spielen in Predazzo gewonnen. Schon nach dem ersten Durchgang lag der Deutsche mit einem Sprung auf 102 Meter in Führung. Mit seinem zweiten Sprung behielt er die Nerven und holte sich die Goldmedaille. Er setzte sich vor dem Polen Kacper Tomasiak sowie dem Japaner Ren Nikaido und dem Schweizer Gregor Deschwanden durch.
Der Sprung seines Lebens: Raimund fliegt zu Olympiagold
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Raimund reiste ohne einen Weltcup-Sieg in seiner Karriere nach Predazzo, nun gewann er Gold. Mit Flügen auf 102,0 und 106,5 m wurde er fast auf den Tag genau acht Jahre nach dem Triumph von Andreas Wellinger in Pyeongchang zum fünften deutschen Olympiasieger im Skispringen.
Zuvor hatten die DDR-Springer Helmut Recknagel (1960), Hans-Georg Aschenbach (1976) und Jens Weißflog (1984 und 1994) gesiegt. Bei den Frauen hatte Carina Voigt 2014 in Sotschi triumphiert.
"Das kann einfach nichts toppen. Natürlich gibt es auch außerhalb des Sports noch wichtigere Dinge - aber ich bin einfach nur extrem stolz auf mich selbst", schwärmt Raimund im Interview mit Eurosport. "Zwei Sprünge so abzuliefern. Ich würde sagen: Ich habe im richtigen Zeitpunkt abgeliefert."
Auch Eurosport-Experte Martin Schmitt zeigte sich beeindruckt von "Hille": "Wenn man als letzter Springer oben sitzt und diesen Druck spürt – man bekommt die Weiten der anderen mit. Dann mit der vollen Energie, der vollen Überzeugung, aber auch mit der höchsten Präzision den Sprung in aller Ruhe auszufliegen und den Telemark reinzuknallen, das ist einfach Wahnsinn! Bester im ersten, bester im zweiten Durchgang: Deswegen verdienter Olympiasieger! Glückwunsch!"
Nach einem schieren Thriller vor knapp 5000 Zuschauern in der - im Vergleich zu den riesigen Weltcup-Stadien wie in Raimunds Heimat Oberstdorf - winzigen Olympia-Arena lag Raimund bereits nach dem ersten Durchgang in Führung, allerdings nur einen halben Meter vor dem französischen Überraschungszweiten Valentin Foubert.
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Raimund exklusiv nach Gold-Triumph: "Bin im siebten Himmel"
Quelle: Eurosport
Olympiasieger ohne Weltcup-Sieg
Doch kalt wie eine Hundeschnauze brachte "Hille", wie ihn seine Schwester einst in Unfähigkeit der Aussprache des Namens Philipp einst nannte, den wichtigsten Sprung seines Lebens hinab ins Tal. Und der Rest war Jubel pur.
Dass die weiteren Deutschen unter ihren Möglichkeiten blieben, war nur eine Fußnote: Felix Hoffmann, der ebenfalls als Medaillenkandidat gestartet war, belegte Platz 13. Wellinger, der am 10. Februar 2018 in einer eiskalten südkoreanischen Nacht zu Gold geflogen war, kam auf Platz 17. Routinier Pius Paschke belegte den 23. Rang.
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Pure Freude: Olympiasieger Raimund kann sein Glück kaum fassen
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Für die kommenden olympischen Wettbewerbe kann dieser Sieg auch bei den Teamkollegen neue Möglichkeiten schaffen, so Schmitt: "Die Medaille hat für das Team natürlich eine große Bedeutung. Das Trainerteam mit Stefan Horngacher an vorderster Front, was die in den letzten Wochen geleistet haben - wirklich unglaublich. Das Team steht zusammen - die Goldmedaille war wirklich auch eine Teamleistung."
Raimund, der seine sagenhafte Entwicklung vom flippigen Sprücheklopfer zum fokussierten Musterathleten vollendete, überstrahlte alle. Vor dem Olympia-Winter hatte der gebürtige Göppinger den Sommer-Grand-Prix gewonnen und seine neue Klasse angedeutet. Im Weltcup sprang Raimund danach zwar fünfmal auf das Podest, der große Durchbruch blieb aber aus - Platz acht bei der Vierschanzentournee war vielmehr ein Rückschritt.
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Siegerehrung: Raimund strahlt mit Goldmedaille um die Wette
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Mit Schwung in den Mixed-Team-Wettbewerb
In Predazzo war Raimund dann aber voll da, beeindruckte schon im Abschlusstraining mit Topsprüngen in Serie. Die umgebaute Normalschanze, die nach schweren Stürzen bei der Generalprobe im Herbst für große Diskussionen gesorgt hatte, lag ihm spürbar.
Sie springe sich sehr gut, sagte Raimund nach den ersten Trainingseindrücken am Donnerstag. Dass er vier Tage später zum "Gold-Hille" werden würde, war da dennoch kaum zu hoffen.
Gleich am Dienstag (18:45 Uhr live auf Eurosport und HBO Max) hat Raimund mit dem deutschen Mixed-Team die nächste Medaillenchance. "Mit dem Schwung der Medaille geht's da morgen auch ein bisschen leichter", sagte Schmitt über den kommenden Wettkampf bei Eurosport. "Aber jetzt feiern wir erstmal Philipp und seine Goldmedaille."
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(SID)
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"Er ist dabei!" Raimund übernimmt nach erstem Sprung die Führung
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