Skisprung-Skandal - Wirbel um Social-Media-Video: ÖSV-Stars um Stefan Kraft wehren sich gegen Manipulationsvorwürfe

Christian Kathol, Anzugkontrolleur des Weltverbandes FIS, hat die Manipulationsvorwürfe gegen den Österreichischen Ski-Verband (ÖSV) kritisiert. "Ich halte diese Art und Weise, wie jetzt Videos und Fotos hin und her geschickt werden, für lächerlich und gegenseitiges Anpatzen für Dinge, die nichts sind", sagte er im "ORF", nachdem aufgetauchte Bilder Fragen aufgeworfen hatten.

Anzug-Skandal erschüttert Skisprung-Welt: Die Tragödie im Video

Quelle: Eurosport

Ein polnischer Journalist hatte Aufnahmen von ÖSV-Springern bei Nordischen Ski-WM in Trondheim veröffentlicht und anormale Stellen an Schuhen, Handschuhen sowie im oberen Bereich des Anzuges hervorgehoben.
Beweise für mögliche Manipulation nach dem Vorbild der norwegischen Mannschaft gebe es jedoch nicht, wie er selbst bekannte.
Umso mehr ärgerte sich Kathol. "Die Anzüge sind offen, der Anzug hat null Spannung, natürlich steht da was seitlich weg", meinte der Chef-Kontrolleur und stellte des Weiteren klar, dass auch die Länge der Handschuhe keinen Verstoß markiere.
ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl hatte die Thematik am Rande des Raw-Air-Auftaktes in Oslo heruntergespielt. "Jeder weiß, dass wir regelkonform unterwegs sind. Es sind ganz normale Materialien, die wir haben. Es ist klassisch, es wird abgelenkt und draufgehauen", erklärte der 48-Jährige.
Stattdessen richtete er den Fokus auf den Skandal um die norwegischen Top-Springer Marius Lindvik und Johann André Forfang. Norwegen sei "definitiv erwischt worden, wo sie wissentlich manipuliert haben", hielt der Tiroler fest.

Widhölzl: Generalverdacht "nicht schön"

Sein Team bespreche Änderungen an den Anzügen grundsätzlich mit der FIS, sagte Widhölzl und meinte mit Blick auf die angeblich überlangen Handschuhe: Das sei mit Kontrolleur Kathol "schon lange abgeklärt" gewesen.
Der frühere Top-Springer beklagte sogar einen Generalverdacht gegen den gesamten Sport: "Jetzt ist es ein Rundumschlag, das finde ich nicht schön."
Auch Stefan Kraft äußerte sich im "ORF" zu den Anschuldigungen gegen sich und seine Kollegen. "Es ist sehr, sehr traurig. Wir schauen immer, dass alles passt. Es hat noch nie was gegeben", wehrte sich der 31-Jährige.
Die Verantwortlichen für die Manipulation im norwegischen Team sollten "auch die Konsequenzen dafür tragen", forderte der Vierschanzentourneesieger von 2015.
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Quelle: Eurosport


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