Marius Lindvik und Johann-André Forfang nach Anzugsskandal für drei Monate gesperrt - Norweger müssen Geldstrafe zahlen

Im Anzugsskandal um die norwegischen Skispringer bei den Weltmeisterschaften in Trondheim sind Weltmeister Marius Lindvik und sein Landsmann Johann-André Forfang nun für drei Monate gesperrt worden. Zudem müssen die beiden Athleten eine Strafe in Höhe von je 2000 Schweizer Franken (umgerechnet knapp 2130 Euro) zahlen. Das geht aus einer Mitteilung des Ski-Weltverbandes FIS hervor.

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Quelle: Eurosport

Demnach haben die Athleten einem Vergleich zugestimmt. Die drei Monate Sperre sind die von der FIS geforderte Minimalstrafe.
Die Sperre tritt ab dem 23. August in Kraft. Die 18 Tage, die Lindvik und Forfang nach ihrer Suspendierung vergangenen Winter im Weltcup nicht mehr antreten durften, wurden von den drei Monaten abgezogen.
Umgerechnet heißt das, dass die beiden Norweger Anfang November wieder teilnehmen dürfen. Damit verpassen sie zwar den Rest des Sommer-Grand-Prix einschließlich des einzigen Testwettkampfs auf den Olympiaschanzen in Predazzo vor den Winterspielen kommenden Februar, sind aber pünktlich zu Beginn der Wintersaison wieder startberechtigt. Zum Sommer-Auftakt hatte Lindvik noch im französischen Courchevel gewonnen.
Dies sei "vielleicht die beste Lösung für eine ansonsten sehr unerwünschte Situation", sagte Forfang dem norwegischen Rundfunk NRK. Er sei "bereit, nach vorne zu schauen und sportliche Pläne für die kommende Zeit zu schmieden". Fast sechs Monate nach dem Skandal bei der Weltmeisterschaft in Trondheim ist die nahe Zukunft der beiden Norweger endgültig geklärt, auch der Ethik-Rat des Verbands (FEC) stimmte der Vereinbarung bereits zu.

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Wie aus dem Statement der FIS hervorgeht, akzeptieren Lindvik und Forfang, dass es ihre Pflicht gewesen wäre, das Material selbst zu überprüfen und sich zu erkundigen, welche Änderungen bei den nächtlichen Arbeiten an ihren Anzügen vorgenommen wurden. Die Athleten wurden nicht wegen Mitwisserschaft an der Manipulation angeklagt.
Zu einer Neuvergabe von WM-Medaillen kommt es damit nicht: Andreas Wellinger hatte in Trondheim Silber von der Normalschanze gewonnen - hinter Lindvik.
Am 8. März hatte ein heimlich aufgenommenes Video bei der WM einen handfesten Skandal ausgelöst. Zu sehen war, wie die Sprunganzüge von Lindvik und Forfang mit Nadel und Faden manipuliert wurden. Beide Springer wurden unmittelbar nach dem Wettkampf von der Großschanze, in dem Lindvik zunächst Silber gewonnen hatte, disqualifiziert.
Alle Springer hatten im Anschluss bestritten, von der Manipulation gewusst zu haben, dem Trainerteam um den später entlassenen Chefcoach Magnus Brevig wurde die Hauptschuld angelastet.
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(mit SID)
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Quelle: Eurosport


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