Skifliegen in Planica: Wellinger, Geiger, Paschke in Top Ten, Eisenbichler fällt zurück - Tschofenig holt Gesamtweltcup
Die DSV-Adler haben beim Skiflug-Weltcup in Planica für ein starkes Teamergebnis gesorgt. Andreas Wellinger wurde beim Sieg des slowenischen Lokalmatadors Domen Prevc Sechster. Auch Karl Geiger (7.) und Pius Paschke (10.) landeten in den Top Ten. Markus Eisenbichler fiel bei seiner Abschiedstour von Rang elf noch auf Platz 28 zurück. Daniel Tschofenig (Österreich) gewann indes den Gesamtweltcup.
"Was macht er denn?" Eisenbichler verpatzt 2. Durchgang völlig
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Dem Österreicher reichte am Tag seines 23. Geburtstags ein vierter Platz, um sich vor dem letzten Einzelwettkampf am Sonntag von seinem ärgsten Konkurrenten, Landsmann Jan Hörl (8.), uneinholbar abzusetzen und sich erstmals die große Kristallkugel zu sichern.
Dem Villacher gelang bei seinem zweiten Flug am Freitag auf 233,5 Meter zudem das seltene Kunststück, von allen fünf Kampfrichtern die Höchstnote von 20,0 Punkten zu bekommen. Anfang des Kalenderjahres hatte Tschofenig bereits die Vierschanzentournee gewonnen.
Die deutschen Springer präsentierten sich am Freitag in Planica in guter Verfassung, auch wenn das erhoffte Podium ausblieb.
Wellinger belegte als bester Deutscher beim vielumjubelten Sieg des slowenischen Lokalmatadors mit Flügen auf 227,5 und 225,5 m (430,1 Punkte) Platz sechs.
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Fünfmal 20,0! Tschofenig fliegt mit perfekter Wertung zur großen Kugel
Quelle: Eurosport
Planica-7-Wertung: Wellinger nun Dritter
Der Vizeweltmeister von der Normalschanze musste allerdings die Führung in der "Planica-7-Wertung" an Tagessieger Prevc abgeben und ist nun Dritter im Ranking (661,2 Punkte) hinter Prevc (684,8) und dessen Landsmann Anze Lanisek (665,8).
Geiger, 2020 auf der Letalnica Skiflug-Weltmeister, kam nach einer für ihn persönlich durchwachsenen Qualifikation am Vortag (19.) auf Rang sieben. Paschke wurde Zehnter.
Für Eisenbichler platzte dagegen der Traum von einem großen Karriere-Abschluss am Sonntag.
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Wellinger hat Grund zum Lächeln: Starker Flug im zweiten Durchgang
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Eisenbichler fällt im Finale weit zurück
Der deutsche Rekordhalter Eisenbichler kam nach einem dicken Fehler nur auf Platz 28 und ist damit höchstwahrscheinlich nicht mehr beim Saison-Finalakt der besten 30 dabei.
"Das war zu krass. Ich bin froh, dass ich nicht komplett abgeschmiert bin - ich hänge doch an meinem Leben", sagte der künftige Schanzenrentner in der "ARD", nachdem seine Karriere als Einzelspringer mit einem typischen Eisei-Harakiri-Flug geendet war.
Der 33 Jahre alte Eisenbichler, nach dem ersten Durchgang noch Elfter, wollte im zweiten Versuch zu viel und landete viel zu früh.
"Ich habe halt zu krass attackiert", sagte Eisenbichler, der damit den Sprung unter die besten 30 des Weltcups verpasste - nur die dürfen noch einmal am Sonntag ran. Eisenbichler kann nur noch hoffen, eventuell Nachrücker zu sein.
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"Da fängt er an zu schweben": Geiger haut nochmal einen raus
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Eisenbichler: "Werde es extrem vermissen"
"Ich werde es aber extrem vermissen und morgen oder übermorgen ein paar Tränchen vergießen", sagte der 33-Jährige im Regen von Planica. Ein wenig wehmütig und ein wenig angefressen:
"Ich bin fein mit meiner Entscheidung. Mich nervt, dass jetzt jeder fragt, ob ich jetzt wirklich aufhören will."
Denn generell, das zeigte der Bayer am Freitag, hat er es noch drauf: Dritter in der Qualifikation, Platz elf nach dem ersten Durchgang mit 216,5 m, dann aber wieder der komplette Brechstangen-Modus im Finale und nach einem kapitalen Wackler, den er nur mit Mühe abfangen kann, nur 193,5 m.
- Das Weltcup-Finale 2024/2025 in Planica live und auf Abruf auf discovery+
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Slowenische Flug-Show: Prevc fängt Landsmann Lanisek noch ab
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Prevc führt slowenischen Doppelsieg an
Prevc setzte sich unter dem riesigen Jubel Tausender Fans in seinem "Wohnzimmer" mit Flügen auf 234,5 und 237,5 m (459,1 Punkte) vor seinen Landsmann Lanisek (454,8), der im ersten Durchgang mit 242,0 m die Tagesbestweite erzielte.
Dritter wurde der Japaner Ryoyu Kobayashi (444,1). Weltmeister Prevc gewann damit vorzeitig die kleine Kristallkugel in der Skiflug-Wertung. "Ich bin sehr, sehr glücklich. Ich habe es so oft versucht, hier zu gewinnen und jetzt ist es mir endlich gelungen", sagte Prevc im anschließenden Siegerinterview.
Am Samstag steht ein Teamfliegen auf der Letalnica an, am Sonntag folgte mit einem weiteren Einzelwettkampf der besten 30 des Gesamtweltcups der Schlussakt einer langen Saison (jeweils 9:30 Uhr live auf Eurosport und bei discovery+).
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(mit SID)
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"Boah, ist der hoch!" Lanisek bringt Planica mit Traumflug zum Kochen
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