Der österreichische Skiverband gab außerdem bekannt, dass als Vorsichtsmaßnahme das komplette Aufgebot der Skisprung-Nationalmannschaft ausgetauscht werde. Keiner der Athleten und Betreuer, die mit Widhölzl, Schlierenzauer und Aschenwald beim Saisonauftakt in Wisla waren, reist nach Finnland.
"Trotz Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen und Beachtung der strengen ÖSV-Regeln wurden bei einem Routine-Test einige Personen aus dem Lager der Skispringer positiv auf COVID-19 getestet", hieß es in der ÖSV-Mitteilung: "Als reine Präventivmaßnahme und um mögliche Ansteckungsketten zu unterbrechen, hat sich die sportliche Führung des ÖSV dazu entschlossen, keine Athleten und Betreuer, die beim Auftakt in Wisla vor Ort waren, nach Finnland zu entsenden."
Damit müssen unter anderem auch der Dritte von Wisla, Daniel Huber, und Gesamtweltcupsieger Stefan Kraft, der beim ersten Einzelspringen überraschend den zweiten Durchgang verpasste, zu Hause bleiben. Das Teamspringen am Samstag hatte Österreich vor Deutschland und Polen gewonnen.
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Stattdessen nominierte der ÖSV Manuel Fettner, David Haagen, Timon-Pascal Kahofer, Clemens Leitner, Markus Schiffner und Marco Wörgötter für die beiden Einzelwettkämpfe in Ruka. Betreut werden die sechs Athleten von Florian Liegl, Trainer der zweiten Trainingsgruppe, und den beiden Assistenztrainern Björn Koch und Alexander Diess.

DSV-Sprecher: "Wir sind sauber"

Zu den genauen Umständen der Infektion machte der ÖSV keine Angaben. Damit bleibt zunächst unklar, ob die positiven Tests der Österreicher auch Auswirkungen auf andere Nationen haben.
Die deutschen Skispringer um Auftaktsieger Markus Eisenbichler, die in Wisla in direktem Kontakt mit den Österreichern waren, gaben indes Entwarnung. "Auf uns hat das keine Auswirkungen, wir sind alle sauber. Die Jungs sitzen am Flughafen und warten auf die Maschine nach Finnland", sagte DSV-Sprecher Ralph Eder dem "SID".
Demnach seien die deutschen Springer sowohl in Wisla wie auch beim Treffpunkt für die Reise nach Ruka/Kuusamo negativ getestet worden. In Ruka/Kuusamo stehen nach der Ankunft die nächsten Tests an. "Wir versuchen, dass Risko so gering wie möglich zu halten und sauber durch den Winter zu kommen", sagte Eder.

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(mit SID)

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