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Sapporo: Andreas Wellinger bei Sieg von Stefan Kraft bester Deutscher - Geiger und Eisenbichler enttäuschen
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Publiziert 21/01/2023 um 10:31 GMT+1 Uhr
Skispringer Andreas Wellinger hat auch am zweiten Weltcup-Tag im japanischen Sapporo für den einzigen deutschen Lichtblick gesorgt. Der zweimalige Olympiasieger erzielte als Siebter wie schon am Freitag das einzige Top-15-Ergebnis des DSV-Teams. Der Sieg ging an den Österreicher Stefan Kraft, der somit vier der letzten sechs Wettkämpfe auf der Olympia-Schanze von 1972 gewonnen hat.
Andreas Wellinger landete in Sapporo in den Top 10
Fotocredit: Imago
Andreas Wellinger im Aufwind, die übrigen DSV-Adler weiterhin flügellahm: Die deutschen Skispringer haben auch am zweiten Weltcup-Tag im japanischen Sapporo enttäuscht. Der zweimalige Olympiasieger Wellinger holte in der Olympiastadt von 1972 als Siebter wie schon am Freitag das einzige Top-15-Ergebnis des DSV-Teams, damit ist der schlechteste Saisonstart seit 15 Jahren perfekt.
Der Sieg ging an Stefan Kraft, der somit vier der letzten sechs Wettkämpfe auf der Okurayama-Schanze gewonnen hat. Hinter dem Österreicher landeten Vierschanzentournee-Sieger Halvor Egner Granerud aus Norwegen und Lokalmatador Ryoyu Kobayashi, Gewinner des Wettkampfs am Freitag, auf dem Treppchen. Der Pole Dawid Kubacki wurde nach zehn Podestplätzen in Folge "nur" Vierter.
Die deutsche Mannschaft war vom Podest weit entfernt. Wellinger, am Freitag schon Achter, lag bei schwierigen Windverhältnissen nach dem ersten Durchgang nur auf Rang 16, ehe er mit einem starken Sprung auf 130,0 m noch viel Boden gutmachte. "Ich mag Japan und die Kultur sehr gerne, zudem liegt mir die Schanze. Es ist immer wieder cool, auch wenn es für ein Wochenende ein langer Trip ist", hatte Wellinger schon vor der 8700-Kilometer-Reise gesagt.
Die arrivierten Kräfte enttäuschten dagegen: Karl Geiger (Oberstdorf) kam nicht über den 22. Platz hinaus und rutschte im Gesamtweltcup aus den Top 10, dort ist er als Zwölfter unmittelbar vor Wellinger dennoch weiter bester Deutscher. Der sechsmalige Weltmeister Markus Eisenbichler (Siegsdorf) verpasste am Samstag als 31. wie schon bei drei der vier Tournee-Springen sogar den zweiten Durchgang.
Zweitbester DSV-Adler war somit Stephan Leyhe. Der Willinger, zur Halbzeit als Zehnter noch gut im Rennen, belegte am Ende den 17. Rang. Constantin Schmid (Oberaudorf/19.) und Tournee-Überraschung Philipp Raimund (Oberstdorf/27.) schafften es ebenfalls in die Punkte.
Nach 15 Einzel-Wettbewerben hat das DSV-Team somit erst einen Podestplatz geholt, Geiger war Anfang Dezember in Titisee-Neustadt Dritter geworden. Einen solch schlechten Saisonstart hatte es zuletzt im Winter 2007/08 gegeben, damals reichte es sogar in der ganzen Saison nur zu einem einzigen dritten Platz durch Michael Neumayer beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.
Skisprung-Oldie Noriaki Kasai (50) scheiterte bei seinem Weltcup-Comeback nach drei Jahren wie schon am Freitag in der Qualifikation. Diesmal verpasste der Japaner auf Rang 55 den Sprung unter die besten 50. Am Sonntag (2.00 MEZ) folgt noch ein dritter Einzel-Wettkampf.
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(SID)
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