Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher verabschiedet sich - Nachfolger-Gerüchte um Assistenztrainer Andreas Mitter

In Planica endete nach sieben Jahren die Ära von Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher. Sie endet mit einer durchwachsenen Saison, aber auch mit dem Olympia-Gold von Philipp Raimund. Der Nachfolger steht bereits fest und wurde den Springern auch schon mitgeteilt. Dennoch hält der DSV den Namen geheim. Es verdichten sich jedoch die Anzeichen, dass es erneut ein Österreicher werden dürfte.

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Ganz am Ende seiner Mission stand Stefan Horngacher am Fuße einer dieser Schanzen, die ihm die Welt bedeuten, und wurde ungewohnt emotional. "Es war eine lange und schöne Zeit. Ich habe es nicht wahrhaben wollen, und nun ist der Tag da", sagte der scheidende Bundestrainer im "ZDF", nachdem sieben turbulente Jahre am Sonntag in Planica ihren Abschluss gefunden hatten.
Nach dem emotionalen Karriereende von Katharina Schmid am Samstag war das Lebewohl von "Stef, dem Chef" das Finale eines Wochenendes zwischen Abschieds- und Aufbruchsstimmung.
Im slowenischen Frühling endete eine letzte Horngacher-Saison, die noch einmal das komplette Spektrum bot: Angefangen vom Durchbruch von Felix Hoffmann mit Tourneeplatz sechs über den Himmelsflug Philipp Raimunds, der sensationell Olympiasieger wurde und seinen ersten Weltcupsieg feierte, bis zum Wandel der "Altstars" Karl Geiger und Andreas Wellinger, die nach zwischenzeitlichem Absturz am letzten Wettkampftag wieder in der Weltspitze mitmischten.
"Wir haben uns Stück für Stück vorangearbeitet, es war ein versöhnlicher Abschluss", sagte der zweimalige Olympiasieger Wellinger, der am Sonntag beim Sieg des Norwegers Marius Lindvik als Elfter zweitbester Deutscher hinter Geiger (8.) wurde und für ein besonderes Highlight sorgte: Im ersten Durchgang erhielt er fünfmal die Traumnote 20, als erst zehnter Springer der Geschichte.
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Horngacher-Nachfolger: Wird es sein Assistent?

"Das war picobello", sagte Horngacher, dessen Nachfolger feststeht und den Springern bereits benannt wurde. Dennoch hält der DSV den Namen geheim.
Viel deutet auf Andreas Mitter hin, Landsmann des Österreichers Horngacher und bislang dessen Assistent. "Kein Kommentar", hieß es vom DSV auf "SID"-Anfrage. Geiger meinte indes zur Lösung: "Ich glaube, dass das gut wird."
Und Horngachers Zukunft? Es gebe einige Ideen, "aber erstmal werde ich viel Gitarre spielen, viele Pilze sammeln und Rad fahren", sagte Horngacher.
Dennoch wird es ihn an die Schanzen zurückziehen: "Ich mache seit meinem zehnten Lebensjahr nichts anderes als Skispringen. Ich kann nichts anderes."

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Während Horngacher am Sonntag letztmals auf dem Trainerturm stand, hatte für Katharina Schmid das Leben nach dem Skispringen bereits begonnen. Nach sieben WM-Titeln und 19 Weltcupsiegen war in Planica Schluss für die 29-Jährige - mit einem großen Bahnhof, für den Freunde, Familie und das Männer-Team sorgten. "Ich freue mich riesig, dass ich das erleben durfte", sagte die Oberstdorferin: "Mein größter Erfolg ist, dass ich nie verletzt war. Dafür bin ich so dankbar."
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Beim Saisonfinale reichte es für Schmid zwar nur zum letzten Platz unter 13 Springerinnen - das war aber nebensächlich: "Ich konnte einfach nur genießen."
Genießen konnten auch die Prevc-Geschwister: Nika feierte am Samstag ihren 18. Saisonsieg. Und am Sonntag krönte Domen mit Platz zwei und dem Gewinn des Skiflug-Weltcups eine fast perfekte Saison, in der er Olympia-Gold, Flug-WM, Tournee, Gesamtweltcup und 14 Springen gewann.
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Dagegen fiel die deutsche Bilanz durchwachsen aus: Kein Springer hatte genug Power, um von Saisonstart bis Saisonende vorne dabei zu sein, Raimund beendete den Winter mit Platz 28 und befand: "Es ist Zeit, die Beine hochzulegen." Am Ende reichte es für ihn im Gesamtweltcup zu Rang sieben. Mit Hoffmann auf Platz neun beendete zudem ein weiterer Schützling Horngachers die Saison in den Top Ten des Gesamtweltcups.
Den Tourneesieg holte auch Horngacher nicht - die Aufgabe geht als Erbe an seinen Nachfolger über.
(SID)
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