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Skisprung-Zukunft auf Matten? Norwegen-Trainer Alexander Stöckl spricht sich für Revolution aus
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Publiziert 20/12/2022 um 21:11 GMT+1 Uhr
Der Saison-Auftakt der Skispringer in Wisla musste aufgrund von Schneemangel auf Matten ausgetragen werden. Alexander Stöckl, seines Zeichens Cheftrainer der norwegischen Nationalmannschaft, könnte sich angesichts des Klimawandels sogar eine Zukunft außerhalb des Winters vorstellen. "Ich glaube, dass es gut ist, wenn wir versuchen, ein Ganzjahresdenken reinzubringen", erklärte er am Dienstag.
Findet die Zukunft der Skispringer (auch) auf Matten statt?
Fotocredit: Getty Images
Darüber hinaus findet Stöckl, "dass es gut ist, wenn wir wegkommen von dem Begriff Wintersport. Ich glaube, dass wir eine Extremsportart sind und dass man sie egal wo und egal wie machen kann."
Im Gegensatz zu anderen Wintersportarten sind die Skispringer - wie in Wisla unter Beweis gestellt wurde - eigentlich gar nicht auf den Schnee angewiesen.
"Wir haben das Glück, dass wir die Mattenschanzen haben, dass das machbar ist und dass wir keinen Schnee brauchen", so Stöckl.
Dies sei auch hinsichtlich des Klimawandels und der unvorhersehbaren Schneebedingungen im Winter ein Vorteil. "Entweder wir nennen uns weiter Wintersport und sterben im Winter - weil den gibt es irgendwann nicht mehr. Oder wir nennen uns Extremsport und sind offener für neue Destinationen."
Skispringen auch in Afrika möglich?
Laut Stöckl würden sich durch ein erweitertes Standort-Portfolio des Skisprung-Weltcups auch interessante Möglichkeiten bieten. Zum Beispiel auch Destinationen in Afrika oder Südamerika.
"Wie wäre das, wenn in zehn Jahren Kinder auf der ganzen Welt davon träumen würden, 250 Meter auf Ski zu fliegen - und nicht nur die, die in Europa oder vielleicht in Amerika Ski fahren?", träumte Stöckl vor. "Und das geht, weil wir überall Mattenschanzen hinstellen können."
Trotz dieser Visionen verspürt Stöckl noch keinen Zugzwang. Nichtsdestotrotz will er, dass sich die Verbände bereits jetzt mit der Zukunft auseinandersetzen. "Es ist wichtig, dass wir größer denken, um vielleicht einen kleinen Schritt zu machen", erklärte der Norwegen-Coach.
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Quelle: Eurosport
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