Polnischer Verband will Stefan Horngacher als Sportdirektor - eine Hürde verhindert sofortiges Engagement noch
VonNiklas Bien
Update 29/04/2026 um 14:53 GMT+2 Uhr
Der mögliche Wechsel von Stefan Horngacher als Sportdirektor zum polnischen Skisprungverband steht schon seit Wochen im Raum - nachdem das Engagement des Ex-Bundestrainers schon in trockenen Tüchern schien, ist die Entscheidung nun mindestens vertagt. Für Vorstandsmitglied Rafal Kot ist klar: "Wir wollen Stefan Horngacher!" Zuvor muss im Verband aber eine andere große Entscheidung fallen.
Horngacher über seinen Abschied: "Es war immer klar, dass ..."
Quelle: Eurosport
"Es ist nicht so, dass wir ihn nicht wollen", leitete Kot seine klare Zustimmung für den ehemaligen DSV-Cheftrainer im Gespräch mit "Interia Sport" ein, musste allerdings einschränken: "Aber wir wollen ihn nicht zu diesem Zeitpunkt."
Hintergrund ist die anstehende Wahl des Verbandspräsidenten. Am 13. Juni dürfte nach Informationen von "sport.pl" Apoloniusz Tajner mangels Gegenkandidaten zum neuen Chef des polnischen Ski-Verbandes (PZN) gewählt werden.
Frisch im Amt wird Tajner - sofern er tatsächlich Präsident wird - zunächst die Trainerfrage und die Horngacher-Personalie klären. So lange wird sich der Österreicher noch gedulden müssen.
Horngacher wolle trotz der Geduldsprobe "eine Einigung mit uns erzielen", stellte Kot klar.
Malysz trieb Horngacher-Verpflichtung voran
Weitere Informationen gab das Vorstandsmitglied zum aktuellen Zeitpunkt aber nicht heraus. "Solche Gespräche leben von der Verschwiegenheit. Dieser ganze Medienrummel, der entfesselt wurde, ist sinnlos und nicht hilfreich", betonte Kot.
Der Wechsel an der Verbandsspitze ist für die Thematik deshalb so wichtig, weil vor allem der bisherige Präsident Adam Malysz in den vergangenen Monaten intensiv an einer Verpflichtung von Horngacher gearbeitet hatte.
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Adam Malysz beim Skiflug-Weltcup in Zakopane
Fotocredit: Getty Images
Trotz der öffentlichen Gegenstimme von Vorstandsmitglied Adam Fickowski hatte sich der langjährige DSV-Trainer bereits mit der Saisonvorbereitung befasst, wie Malysz am Freitag bei "Radio ZET" verriet.
Mit dem ganzen Rummel auf der höchsten Führungsebene könnte auch das Hin und Her bald ein Ende haben: Der mögliche Malysz-Nachfolger Tajner dürfte die Personalie nach Informationen von "Interia" absegnen und entsprechend ins Ziel bringen.
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