Stefan Horngacher spricht erstmals über DSV-Aus: "Hätte in Deutschland bleiben können ..." - Malysz wichtiger Faktor
Publiziert 20/05/2026 um 08:54 GMT+2 Uhr
Stefan Horngacher hat erstmals ausführlicher über sein Ende beim DSV gesprochen und dabei eingeräumt, dass ein Verbleib in Deutschland durchaus möglich gewesen wäre. "Ich hätte in Deutschland bleiben können, das war ein guter Job", erklärte Horngacher im Gespräch mit Eurosport. Letztlich habe er aber gespürt, "dass ich noch Energie und Ideen habe, die ich im polnischen Skispringen nutzen kann".
Stefan Horngacher spricht erstmals über sein DSV-Aus
Fotocredit: SID
Nach sieben Jahren als Bundestrainer der deutschen Skispringer kehrt der Österreicher nun nach Polen zurück und übernimmt dort die Rolle des Koordinators für das gesamte Ausbildungssystem.
Der 56-Jährige trainierte die polnische Nationalmannschaft bereits zwischen 2016 und 2019 und feierte in dieser Zeit große Erfolge. Nun kehrt er zurück - allerdings nicht als Cheftrainer.
Diese Rolle übernimmt künftig Maciej Maciusiak. Horngacher soll stattdessen die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Trainingsgruppen koordinieren und insbesondere junge Talente fördern.
"Ich möchte von außen draufschauen, mit Trainern und Athleten sprechen, Informationen weitergeben und bei der Organisation helfen", sagte Horngacher. Er wolle bewusst nicht mehr "Cheftrainer von innen" sein, sondern das gesamte System im Blick behalten.
Malysz als entscheidender Faktor für Horngacher
Nach eigener Aussage begann der Gedanke an eine Rückkehr nach Polen bereits nach den Olympischen Spielen zu reifen. Eine wichtige Rolle spielte dabei ein Gespräch mit Adam Malysz, dem scheidenden Präsidenten des polnischen Skiverbands. "Er hat mich gefragt, was ich noch für Polen tun könnte. Da kamen mir viele Ideen", erklärte Horngacher.
Ein zentrales Ziel sei nun der Aufbau der nächsten Generation im polnischen Skispringen. "Wir müssen bereit sein für den Moment, wenn die älteren Springer ihre Karrieren beenden", betonte der frühere DSV-Coach. Junge Athleten müssten frühzeitig an das Niveau des Weltcups herangeführt werden.
Auch die technische Entwicklung im Skispringen sieht Horngacher als wichtigen Faktor. Zuletzt war in Polen immer wieder über Nachteile bei Material und Anzügen diskutiert worden. "Polen ist nicht weit hinter anderen Nationen", meinte Horngacher. Dennoch gebe es "immer Dinge, die man verbessern kann" - etwa bei Aerodynamik, Anlaufposition oder Materialstruktur.
Über die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainerteam äußerte sich Horngacher ebenfalls positiv. Sowohl mit Maciusiak als auch mit Michal Dolezal verbinde ihn ein gutes Verhältnis.
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Quelle: Eurosport
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