Pius Paschke schreibt die nächsten Kapitel seines Wintermärchens: "Wenig Arbeit" und mit Gelbem Trikot zur Tournee

Pius Paschke schreibt unbeeindruckt an seinem Wintermärchen weiter. Beim Weltcup-Wochenende in Titisee-Neustadt fügte der 34-Jährige drei Kapitel hinzu. Sieg im Super-Team-Event, danach zwei Erfolge in den Einzelspringen. "Wahnsinn, was hier abgeht", staunte Paschke ob seines grandiosen Schreib- bzw. Sprungstils. Inzwischen steht fest: Der Bayer reist mit dem Gelben Trikot zur Vierschanzentournee.

Paschke gewinnt Punkte-Krimi gegen Hayböck - Highlights

Quelle: Eurosport

Pius Paschke lauschte sichtlich angefasst dem großen Fan-Chor im Schwarzwald.
"Oh, wie ist das schön", klang es aus 7500 Kehlen. Und der neue deutsche Skisprung-Held genoss den verdienten Lohn für seinen grandiosen Doppeltriumph in Titisee-Neustadt in vollen Zügen.
"Das war Gänsehaut pur", sagte Paschke, der nach seinen Saisonsiegen vier und fünf im zarten Schanzenalter von 34 Jahren nur zwei Wochen vor der Vierschanzentournee auf einer Euphoriewelle reitet und die Weltcupwertung souverän mit 220 Punkten Vorsprung anführt.
"Es ist der Wahnsinn, was hier abgeht. Das hier ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Ich war ja schon immer ein Springer, der über die Konstanz gekommen ist", sagte Paschke nach dem fünften Streich.

Schmitt baff: "In jeder Situation eine Antwort"

"Pius bleibt der stärkste Mann auf der Schanze - unglaublich. Er kann in jeder Situation eine Antwort geben. Er kann in jede Wettkampfsituation seine ganze Energie hereinlegen. Irgendwie macht sein Körper immer das richtige", lobte Skisprung-Legende Martin Schmitt bei Eurosport.
picture

"Wahnsinn!" Paschke fliegt zum nächsten Sieg

Quelle: Eurosport

Nur: Fast 20 Jahre nach seinem internationalen Debüt ist der Routinier nun konstant Weltklasse. Fünf von acht Springen gewonnen, haushohe Führung im Weltcup. "Bist du deppert!", rief Ex-Weltmeister Severin Freund seinem alten Kollegen über das "ZDF"-Mikro entgegen.

Paschke contra Hayböck: 22 Zentimeter entscheiden

Paschke war auch in einem wahren Schanzenkrimi ganz cool geblieben: Einen Tag nach seinem sehr souveränen Sieg im ersten Einzel fing er am Sonntag den zur Halbzeit führenden Österreicher Michael Hayböck noch ab.
picture

Paschke nach nächstem Sieg: "Perfektes Wochenende"

Quelle: Eurosport

Nach 141,5 m im ersten Durchgang flog Paschke bei schwierigsten Bedingungen auf 142,0 m, lag mit 290,4 Punkte 0,4 Zähler vor seinem Konkurrenten - umgerechnet 22 Zentimeter gaben den Ausschlag. Dritter wurde Kristoffer Sundal Eriksen aus Norwegen (284,7).

Paschke schreibt Geschichte

Fünf Siege vor dem Beginn der Vierschanzentournee waren zuvor noch keinem deutschen Skispringer gelungen, Martin Schmitt gewann 1998 viermal.
Erfolgreicher waren in der Weltcup-Ära überhaupt erst zwei Springer: Janne Ahonen (Finnland) siegte 2004 siebenmal vor Tourneestart, Thomas Morgenstern (Österreich) 2007 sechsmal. Ahonen gewann damals bei der Tournee, Morgenstern nicht - auch da siegte Ahonen.
picture

Schmitts Lehren aus Titisee-Neustadt: "Pius bleibt stärkster Mann"

Quelle: Eurosport

Für die deutschen Skispringer war es im Schwarzwald ein perfektes erstes Heimspiel der Saison mit drei Siegen an drei Tagen. Bereits zum Auftakt am Freitag hatte Paschke im "Super Team"-Wettbewerb mit Andreas Wellinger gewonnen.
Die große Show bot aber Paschke im Einzel. "Im Moment ist es für mich so wenig Arbeit, wie ich es noch nie gehabt habe", sagte der Überflieger, der längst der große Favorit für die am 29. Dezember beginnende Tournee ist.

Gelbes Trikot nährt Traum vom Tournee-Triumph

Fest steht: Bei der Generalprobe in Engelberg (Schweiz) - dem Ort, an dem er im Dezember 2023 sensationell seinen ersten Weltcuptriumph feierte und zum ältesten Sieg-Debütanten der Geschichte wurde - kann er die Weltcup-Führung nicht verlieren.
picture

Sicher zum Sieg: Paschke gibt den Überflieger

Quelle: Eurosport

Paschke wird im Gelben Trikot zur Tournee reisen. Ein gutes Omen ist das aber nicht: Bereits sechsmal trat ein Deutscher als Weltcup-Führender beim Auftakt in Oberstdorf an, von Dieter Thoma (1988) bis Karl Geiger (2021) - gewonnen hat die Tournee von ihnen keiner.
Mit solchen Überlegungen will sich Paschke gar nicht erst plagen. "Die Situation ist neu, ändert aber nichts an meiner Herangehensweise", sagte er. Ohnehin spricht derzeit nichts für ein Ende der tollen Pius-Tage: Er ist derzeit nicht nur der stärkste, sondern auch der stabilste Springer - einen auch nur halbwegs schlechten Sprung zeigte Paschke in diesem Winter noch nicht, auch nicht am Titisee.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Paschke nennt Erfolgsgründe: Horngacher und Psychologe
(mit SID)

Der Skisprung-Weltcup der Männer in Engelberg live in HD-Qualität bei discovery+ | Hol dir ein Abo ab 3,99 Euro und erlebe den Schweizer Weltcup vom 20.12. bis 22.12. mit unseren Experten Martin Schmitt und Werner Schuster in voller Länge live und auf Abruf. Direkt zu unserer Streaming-Plattform discovery+.

picture

"Dann ist es einfach leichter": Paschke erklärt Höhenflug

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung