Weltcup in Titisee-Neustadt: "Pius Paschke bleibt der stärkste Mann" - Martin Schmitts Lehren vom Einzelspringen

Pius Paschke ist aktuell das Maß aller Dinge im Skisprung-Weltcup. Vier der ersten sieben EInzelspringen konnte er für sich entscheiden - natürlich trägt er das Gelbe Trikot des Gesamtweltcup-Führenden. Auch in Titisee-Neustadt war er nicht zu schlagen. Eurosport-Experte Martin Schmitt erklärt, was den Überflieger derzeit so stark macht - und wer ihm gefährlich werden könnte.

Schmitts Lehren aus Titisee-Neustadt: "Pius bleibt stärkster Mann"

Quelle: Eurosport

Drei Podiumsplatzierungen, darunter ein Sieg - das war die Weltcup-Bilanz in Einzel-Springen von Pius Paschke von 2013 bis zum November 2024. Die aktualisierte Bilanz, nicht einmal einen Monat später: fünf Siege, neun Podiumsplatzierungen.
Der 34-Jährige ist der Dominator des Saisonauftakts. Auch beim Heim-Springen in Titisee-Neustadt führte kein Weg an ihm vorbei: Im "Super-Team" triumphierte er an der Seite von Andreas Wellinger, einen Tag später gewann er das Einzelspringen - mit der besten Wertung im ersten Sprung und im zweiten.
Eurosport-Experte Martin Schmitt versuchte sich an einer Erklärung für das "Phänomen Paschke": "Pius bleibt der stärkste Mann auf der Schanze – unglaublich. Er kann in jeder Situation eine Antwort geben. Er kann in jede Wettkampfsituation seine ganze Energie hereinlegen. Irgendwie macht sein Körper immer das richtige."
Irgendwas hat bei Paschke in dieser noch jungen Saison "klick" gemacht - er selbst kann sich auch nicht wirklich einen Reim auf die plötzlichen Top-Ergebnisse machen. "Es läuft einfach. Ich versuche, bei meinen Sachen zu bleiben. Aber dass es jetzt immer für ganz vorne reicht, kann ich mir auch nicht erklären", sagte er nach dem Wettkampf.
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Sicher zum Sieg: Paschke gibt den Überflieger

Quelle: Eurosport

Schmitt: Harmonie, Rhythmus, Selbstvertrauen bei Paschke

Für den Experten Schmitt ist das Selbstvertrauen des Überfliegers der entscheidende Faktor, dass es im Moment wie von selbst zu laufen scheint: "Selbst wenn man kleine Unsicherheiten sieht, hat er das Selbstvertrauen, den Rhythmus und die Harmonie in seinem Sprung, um durchzuziehen", sagte er.
Diese Eigenschaften sorgen für Schmitt für einen weiteren, ganz handfesten Vorteil, auch im Schwarzwald: "Auch die Haltungsnoten waren wieder sehr gut. Er setzt einfach einen guten Telemark, sein Sprung ist so rhythmisch, so harmonisch, dass er dafür auch mit guten Noten belohnt wird. Dadurch war er der Beste im ersten Durchgang, der Beste im zweiten Durchgang und der verdiente Sieger beim Heim-Weltcup."
Wer soll Paschke in dieser Form und mit diesem Selbstverständnis in den nächsten Wochen überhaupt stoppen? Schmitt sieht ein paar Kandidaten, allen voran den Zweitplatzierten von Titisee, Gregor Deschwanden.
"Gregor war auch wieder sehr stark heute, er kommt der Sache immer näher", lobte Schmitt. "Er wartet noch immer auf seinen ersten Weltcupsieg, aber mit jedem Podium steigt sein Selbstvertrauen und sein Selbstverständnis. Ein Sieg für ihn ist für mich nur noch eine Frage der Zeit."

Schmitt: "Es wird bunter an der Spitze"

Schmitt sieht in Zukunft eine breiter werdende Spitze im Weltcup - bei aller Überlegenheit, die Paschke aktuell ausstrahlt. Auch Wellinger zählt zu den Siegkandidaten: "Er gehört zu den wenigen Athleten, die aus eigener Kraft an die Spitze kommen können. Das ist im Skispringen so wichtig für das Selbstvertrauen, wenn man diese Gewissheit hat", sagte Schmitt.
Generell gilt: "Es wird bunter an der Spitze. Zuerst waren nur Deutschland und Österreich vorne, jetzt kommt die Schweiz dazu und dahinter lauern noch einige andere."
Sie alle müssen aber an Paschkes aktueller Form mit Harmonie, Rhythmus und Selbstvertrauen erst einmal vorbeikommen.
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Highlights: Überflieger Paschke siegt immer weiter

Quelle: Eurosport


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