Die deutschen Skispringer haben beim vorletzten Wettbewerb der Raw-Air-Tour insgesamt eine deutlich verbesserte Leistung gezeigt und gleich drei Top-10-Platzierungen erreicht.
Gleich hinter Freitag, der die ersten beiden Stationen erkrankt verpasst hatte, belegten der WM-Zweite Karl Geiger und Eisenbichler die Ränge acht und neun. Zwei Tage zuvor war in Lillehammer kein Deutscher unter die besten Zehn gekommen.

Schuster sieht "deutlichen Aufwärtstrend"

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"Ich bin wirklich wieder gut reingekommen", sagte Freitag im ZDF. "Es war ein deutlicher Aufwärtstrend bei uns, es war auch gar nicht mehr so weit zum Podium", sagte Bundestrainer Werner Schuster, der nach dem Springen in Lillehammer, als Andreas Wellinger auf Platz 14 der beste Deutsche gewesen war, noch von einer "erbärmlichen" Leistung gesprochen hatte.
Stjernen, der das letzte Springen seiner Karriere absolvierte, wurde für seinen zweiten Platz beim Heimspringen frenetisch gefeiert. Nach dem Skifliegen in Vikersund, das den Abschluss der Raw-Air-Tour markiert, beendet der Norweger dann endgültig seine Karriere.
In der Gesamtwertung führt vor der letzten Station in Vikersund der Österreicher Stefan Kraft mit 1356,4 Punkten vor Kobayashi (1346,9), der aber wohl bei den Fliegen auf dem "Monsterbakken" nicht mehr dabei sein wird. Eisenbichler bleibt als bester Deutscher Fünfter.

Leyhe und Wellinger abgeschlagen

Team-Weltmeister Stephan Leyhe, beim Auftaktwettbewerb in Oslo schwer gestürzt, erreichte nach Platz 23 in Lillehammer nicht einmal den zweiten Durchgang und belegte Rang 34. "Er ist wirklich angeschlagen, hatte nach Oslo extreme Schmerzen", sagte Schuster: "Er will sich zwar durchbeißen, aber er wird nicht zum Skifliegen nach Vikersund fahren. Das wäre in seiner Situation zu gefährlich."
Einen empfindlichen Rückschlag kassierte Andreas Wellinger. Der Olympiasieger, in Lillehammer noch klar verbessert, schied nun als 37. im ersten Durchgang aus.

Lundby gewinnt Raw-Air-Tour der Frauen

Bei der Raw-Air-Tour der Frauen, deren Premiere am Donnerstag in Trondheim endete, sicherte sich Norwegens Weltmeisterin Weltmeisterin Maren Lundby den Tageserfolg und damit auch den mit 35.000 Euro dotierten Gesamtsieg. Lundby setzte sich bei ihrem elften Saisonerfolg am Donnerstag vor Team-Weltmeisterin Juliane Seyfarth durch.
Vizeweltmeisterin Katharina Althaus musste sich zum Abschluss mit dem fünften Rang begnügen, verteidigte aber erfolgreich Platz zwei der Raw-Air-Wertung und damit eine Prämie von 15.000 Euro. Seyfarth schob sich in der Gesamtwertung noch auf Rang drei vor, gleichbedeutend mit einem Preisgeld von 5000 Euro.
Anders als die Männer treten die Frauen nicht mehr zum Fliegen in Vikersund an, sondern bestreiten eine Russland-Tour, die am Wochenende in Nischni Tagil beginnt.

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