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Vierschanzentournee weiterhin nur für Männer - Hoffnung für eine Frauen-Tournee in naher Zukunft
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Publiziert 28/12/2021 um 14:31 GMT+1 Uhr
Während die Männer das 70. Jubiläum feiern, müssen die Frauen weiter auf ihre eigene Vierschanzentournee warten. Doch es gibt Hoffnung. Die Frauen sollen im gleichen Zeitraum wie die Männer auf den gleichen Schanzen springen dürfen. Nur eben in einer etwas anderen Reihenfolge. In naher Zukunft schon könnte also eine Schanzengleichheit zwischen Männern und Frauen über den Jahreswechsel herrschen.
Katharina Althaus und das DSV-Team der Frauen muss sich bei einer Frauen-Tournee weiter gedulden
Fotocredit: Getty Images
Das Neujahrsspringen im slowenischen Ljubno ist für die deutschen Skispringerinnen um Katharina Althaus nur ein schwacher Trost. Während die DSV-Adler in diesen Tagen ihr 70. Tournee-Jubiläum zelebrieren, warten die Frauen weiter auf ihr eigenes Highlight rund um den Jahreswechsel - und müssen sich erneut vertrösten lassen.
Das lassen zumindest die Aussagen von Tournee-Präsident Peter Kruijer erahnen. Seine Vision: "Wenn in Oberstdorf die Männer springen, sollen die Frauen am selben Tag, aber für das Fernsehen zeitversetzt, in Garmisch springen. Und wenn die Männer in Garmisch springen, dann die Frauen in Oberstdorf. Und für die beiden Stationen in Österreich gilt dasselbe", sagte er der Kleinen Zeitung.
Diese Idee wird von den Veranstaltern favorisiert und sei hinsichtlich Logistik und Quartieren auch umsetzbar. Aber noch ist unklar, ob nächste oder übernächste Saison. "Jetzt warten wir auf eine Entscheidung der FIS und der Verbände", sagte Kruijer. Und dieses Warten zieht sich quälend.
Vor einem Jahr hatte Althaus, die als Oberstdorferin nur zu gerne am heimischen Schattenberg um Tournee-Ehren springen würde, noch zuversichtlich geklungen. "Ich glaube, dass es nicht mehr so lange dauern wird, bis wir eine Vierschanzentournee für Frauen haben", hatte sie damals der Zeit gesagt.
Entwicklung der Vergangenheit stimmt zuversichtlich
Eine Vierschanzentournee für Frauen wäre der nächste große - und logische - Schritt für den Skisprung-Sport, wenn er denn nun wirklich gegangen wird. Das sieht auch Männer-Bundestrainer Stefan Horngacher so. "Wenn man hier ein gutes Paket schnürt, ist es eine tolle Sache für die Mädels", sagte der Österreicher am Montag in Oberstdorf. Es brauche aber "einfach ein bisschen Zeit", um ein Format zu finden, "das Hand und Fuß" habe.
Horngacher drängt auf baldige Klarheit. "Es wäre wichtig, wenn es in der nächsten Zeit eine Entscheidung gibt, wohin die Reise geht", sagte er. In Slowenien treten die Frauen jedenfalls auch im K.o.-Modus an, den es im Weltcup nur bei der Tournee gibt.
Die Entwicklung in den vergangenen Jahren stimmt zuversichtlich. Seit 2011 gibt es einen eigenen Weltcup für Frauen, 2014 sprangen sie erstmals um olympische Medaillen. In diesem Winter stehen mit 13 Weltcup-Wochenenden, Olympia, sowie der Raw-Air-Tournee in Norwegen und der Blue-Bird-Tournee in Russland so viele Wettkämpfe wie noch nie auf dem Programm.
Zusammenarbeit bei den Frauen positiv
Auch die Zusammenarbeit mit den DSV-Adlern läuft für die deutschen Frauen immer besser. "Wir versuchen, uns noch mehr an die Männer anzulehnen und haben auch einen gemeinsamen Lehrgang gemacht", sagte Bundestrainer Maximilian Mechler: "Wir wollen insgesamt als geschlossenes Team zusammenwachsen."
Nur mit Blick auf die Vierschanzentournee heißt es für Althaus und Co. noch: Weiter warten auf Schanzengleichheit.
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(SID)
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