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Raw Air Tour 2024 - Skifliegen in Vikersund: Katharina Schmid freut sich über Schritt zur "Schanzen-Gleichheit"
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Publiziert 07/03/2024 um 16:39 GMT+1 Uhr
Endlich am Ziel: Auf die Frauen um Weltmeisterin Katharina Schmid wartet das erste Weltcup-Skifliegen der Geschichte. Entsprechend groß ist die Vorfreude bei den besten Springerinnen der Welt. Denn das Event in Vikersund ist auch ein großer Schritt in Richtung "Schanzen-Gleichheit" zwischen Männern und Frauen in der Sportart. Doch es gibt auch Mahner, die die Entwicklung weniger positiv sehen.
Katharina Schmid
Fotocredit: Getty Images
Den deutschen Rekord hält Katharina Schmid bereits, der Weltrekord könnte fallen, doch richtig heiß ist die Skisprung-Weltmeisterin auf den Familien-Rekord.
205 m flog ihr Schwager Julian Schmid einmal, sie selbst kam bislang "nur" auf 198,5 m.
"Noch habe ich den Schmid-Rekord - aber der könnte nun wackeln", sagte der WM-Zweite der Nordischen Kombination am Dienstag bei einem Sponsoren-Termin (Viessmann).
Denn im Frauen-Skispringen tut sich Historisches: Am Freitag beginnt in Norwegen die zehntägige Raw-Air-Tour, abgeschlossen wird diese mit dem ersten Frauen-Fliegen der Weltcup-Geschichte.
Highlight in Viksersund vor dem Karriereende?
Auf Rekord-Weltmeisterin Schmid, die mit einem Karriereende nach der Saison liebäugelt, wartet in Vikersund noch einmal ein echtes Highlight.
"Ich will mindestens die 200 m schaffen. Das ist mein größtes Ziel in dieser Saison", sagt die 27-Jährige.
Schon vor einem Jahr durfte Schmid, die damals noch Althaus hieß, zusammen mit den besten Springerinnen der Welt mit dem Segen des Weltverbandes FIS am Monster-Bakken starten.
Punkte gab es damals aber noch nicht, das ist nun anders. Die besten 15 des Gesamtweltcups und bis zu fünf weitere Athletinnen aus der Raw-Air-Wertung nehmen an den Wettkämpfen am 16. und 17. März teil.
Nächster Schritt zur "Schanzen-Gleichheit"
Schmid und Co. machen damit einen weiteren Schritt hin zur oft beschworenen "Schanzen-Gleichheit". Bis dahin war es ein langer Kampf.
"Beim Marathon hieß es anfangs auch: Das geht für Frauen nicht, das halten Lunge und Herz nicht aus. Dann hat es eine Frau einfach mal gemacht - und es ging", sagte Weltcup-Gesamtsiegerin Eva Pinkelnig aus Österreich einmal: "Also: Lasst uns mal fliegen."
Mahner gibt es aber noch immer. "Solange sicher geflogen und ohne Sturz gelandet wird, ist alles wunderbar", sagt etwa Toni Innauer.
Nach Ansicht des früheren Weltmeisters werde aber "das Sturzgeschehen systematisch ausgeblendet".
Anlaufgeschwindigkeiten machen Sorgen
Heißt: Da Frauen beim Skifliegen mit wesentlich höheren Anlaufgeschwindigkeiten als die Männer unterwegs sind, würden diese bei einem Sturz anders aufprallen. Die Folgen? Ungewiss.
Im letzten Jahr ging in Vikersund alles gut, die Slowenin Ema Klinec stellte mit 226,0 m den bis heute gültigen Weltrekord auf.
"Es ist ein komplett anderes Gefühl, wenn man ein paar Sekunden länger in der Luft ist", sagt Schmid im Rückblick. Eineinhalb Meter mehr hätten es trotzdem sein dürfen: "200 m, das gibt einen Extra-Kick."
Ihre Sträuße mit der FIS muss Schmid aber auch im Jahr 2024 noch austragen.
Schmid reagiert verständnislos auf Absage
Als sie Ende Februar vor dem Weltcup der Männer in Oberstdorf am letztlich abgesagten "Einfliegen" der Schanze teilnehmen wollte, senkte der Weltverband den Daumen.
Ihr Schwager Julian Schmid hätte als Kombinierer dagegen starten dürfen.
"Ich war richtig enttäuscht. Ich verstehe nicht, warum ich in Vikersund fliegen darf, aber nicht in Oberstdorf. Das ist für mich nicht gefährlicher", sagte die 27-Jährige im Podcast "Ski Happens".
Und: Auch eine Skiflug-WM für Frauen wird es erst einmal nicht geben. Ganz am Ziel sind Schmid und Co. also noch längst nicht.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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