Raw Air 2025: Andreas Wellinger fliegt in Vikersund zum Sieg und übernimmt Raw-Air-Führung - Eisenbichler in Top 15
Andreas Wellinger hat den deutschen Skispringern beim Skifliegen in Vikersund den ersten Einzelsieg seit Mitte Dezember beschert. Der Ruhpoldinger flog am Samstag auf 228 und 229,5 Meter und triumphierte mit 436,1 Punkten vor den beiden Slowenen Timi Zajc (427,8 Punkte) und Anze Lanisek (422,7). Durch den Erfolg übernahm Wellinger zugleich die Führung in der Raw-Air-Gesamtwertung.
Traumflug auf Monsterbakken: Wellinger triumphiert in Vikersund
Quelle: Eurosport
Bereits nach dem ersten Durchgang hatte Wellinger auf Rang eins gelegen. Im Finale machte er mit einem Flug auf 229,5 Meter den Sieg am Monsterbakken perfekt.
Für Wellinger ist es der zweite Saisonsieg. Zu Saisonbeginn hatte der Normalschanzen-Olympiasieger von 2018 das zweite Springen in Ruka gewonnen. Zudem ist es seiner erster Erfolg auf einer Flugschanze.
"Es gab leider keinen Probedurchgang. Aber die zwei Flüge, die wir machen konnten, waren extrem cool. Es war mit Fluss, mit Entschlossenheit und mit Leichtigkeit. Es war ziemlich geil", freute sich Wellinger am Eurosport-Mikrofon. Bereits zuvor hatte er im Siegerinterview von "einem perfekten Tag" gesprochen. "Ich war total fokussiert, ich wusste, was ich zu tun hatte", so der WM-Zweite von der Normalschanze in Trondheim.
Stark präsentierte sich auch Pius Paschke, der es mit Flügen auf 204,5 und 211,5 als Neunter erstmals seit dem Bergiselspringen in Innsbruck Anfang Januar wieder in die Top Ten schaffte. Zwei Plätze dahinter landete Karl Geiger.
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Prevc stürzt nach 239 Metern, Wellinger triumphiert - Highlights
Quelle: Eurosport
Paschke war am 15. Dezember in Titisee-Neustadt der zuvor letzte deutsche Sieg im Weltcup gelungen, danach hatten die DSV-Adler und vor allem Paschke viele Wochen lang im Leistungsloch gesteckt.
Vikersund: Domen Prevc stürzt nach Tagesbestweite
Grund zur Freude hatte am Samstag auch Markus Eisenbichler. Der sechsmalige Weltmeister, der zum Saisonende seine Karriere beendet, zeigte im zweiten Durchgang nochmal seine Klasse und flog auf 219 Meter, was zur zwischenzeitlichen Führung reichte. "I love this", jubelte der deutsche Skiflug-Rekordhalter auf Englisch anschließend in die Kamera.
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"I love this!" Eisenbichler glänzt im Finale von Vikersund
Quelle: Eurosport
Seine beiden Flüge auf 184 und 219 Meter bedeuteten am Ende Rang 15 für den Siegsdorfer, der damit sein bestes Weltcupergebnis seit Dezember erzielte. Philipp Raimund rundete als 20. das gute deutsche Mannschaftsergebnis ab.
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Wellinger nach Sieg überglücklich: "Ziemlich geil"
Quelle: Eurosport
Pech hatte dagegen Domen Prevc. Der Slowene zeigte im zweiten Durchgang mit 239 Meter den weitesten Flug des Tages, stürzte dann allerdings nach der Landung.
Damit vergab der Großschanzen-Weltmeister von Trondheim nicht nur alle Chancen auf den Tagessieg, sondern wahrscheinlich auch auf den Gesamtsieg in der Raw Air. Trotz des Sturzes beendete Prevc den Wettkampf auf Rang fünf.
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Sturz nach Bestweite: Prevc schmeißt Raw-Air-Hoffnungen weg
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Raw-Air-Wertung: Wellinger über 15 Punkte vor Kobayashi
In der Raw-Air-Wertung führt Wellinger mit 1003,0 Punkten nun mit 15,9 Zählern vor dem Japaner Ryoyu Kobayashi (987,1), der sich am Samstag mit Rang vier zufrieden geben musste. Domen Prevc ist Gesamtdritter (971,4). Karl Geiger, der am Donnerstag in Oslo aufs Podest gesprungen war, belegt Rang sechs (941,6).
Wellinger hat damit am Sonntag gute Chancen auf die Raw-Air-Siegprämie von 60.000 Euro. Um diese Summe einzustreichen und als erster Deutscher die Serie in Norwegen zu gewinnen, muss der Bayer seine Führung allerdings am Abschlusstag in insgesamt drei Sprungdurchgängen verteidigen. Denn neben dem eigentlichen Wettkampf fließen bei der Raw Air auch die Qualifikationsergebnisse in die Gesamtwertung ein.
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"Wow!" Wellinger segelt zur Halbzeitführung in Vikersund
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Dem 29-Jährigen bietet sich zudem nun etwas überraschend die Chance, sein Raw-Air-Trauma aus 2017 auszumerzen. Damals vergab Wellinger in Vikersund in Führung liegend im allerletzten Sprung noch den Gesamtsieg.
"Ich weiß, wie es ist, hier bis zum letzten Sprung der Führende zu sein", sagte Wellinger mit Blick aufs Raw-Air-Finale am Sonntag: "Ich gehe deshalb hier Flug für Flug an."
Vikersund: Selina Freitag auf dem Podest
Direkt vor dem Wettkampf der Männer war bereits Selina Freitag in Vikersund aufs Podest geflogen. Bei dem in nur einem Durchgang ausgetragenen Wettbewerb reichte der 23-Jährigen ein Flug auf 200 Meter für Rang drei. Den Sieg sicherte sich erneut die Slowenin Nika Prevc, die dank 213,5 Metern ihren achten Weltcuperfolg in Serie feierte. Dahinter landete ihre Landsfrau Ema Klinec mit 31,3 Punkten Rückstand auf Platz zwei.
Am Morgen war der erste Versuch des Wettkampfs nach 21 von 22 Starterinnen im ersten Durchgang abgebrochen worden, Freitag führte zu diesem Zeitpunkt. Nur Prevc saß noch oben, gewaltige Aufwinde, die zuvor bereits für Unterbrechungen gesorgt hatten, machten ihren Sprung unmöglich. Die Jury annullierte das bisherige Ergebnis und setzte den Wettkampf für den Nachmittag neu an.
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(mit SID)
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Punktlandung: Freitag fliegt genau 200 Meter
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