Disqualifikation von Timi Zajc führt zu großer Debatte - Slowene entschuldigt sich bei FIS für Fehlverhalten

Die Disqualifikation von Timi Zajc im Mixed-Wettbewerb war eines der prägenden Themen im Skisprung-Zirkus an diesem Wochenende. Wegen eines nicht regelkonformen Anzuges wurde der erste Sprung der Slowenen annulliert. Anschließend war die Aufregung in der slowenischen Mannschaft groß und das Team drohte dem Weltverband sogar mit einer Klage. Nun entschuldigte sich der Slowene bei der FIS.

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Quelle: Eurosport

In einer Pressemitteilung an "NRK" teilte der Internationale Ski- und Snowboardverband (FIS) am Samstag mit, dass Timi Zajc an einem Gespräch mit Renndirektor Sandro Pertile, Ausrüstungskontrolleur Christian Kathol und Sloweniens Trainer Robert Hrgota teilgenommen habe.
"Wir haben die Situation vom Vortag gemeinsam diskutiert und analysiert", erklärte Pertile und fügte hinzu: "Timi Zajc bereut sein Verhalten und seine Äußerungen während und nach dem Teamwettbewerb zutiefst. Er hat sich entschuldigt und versichert, dass sich so etwas nicht wiederholen wird."
Die FIS akzeptierte die Entschuldigung und bestätigte, dass es keine weiteren Konsequenzen geben werde.

Zajc: "Sie wollten die Deutschen auf dem Podium sehen"

Am Freitag hatte sich Zajc noch sehr verärgert gezeigt und in der Interviewzone nach seinem ersten Sprung seine Kritik geäußert: "Dieser Anzug war in fünf Wettkämpfen regelkonform, aber jetzt plötzlich nicht mehr", sagte Zajc gegenüber "Viaplay".
"Ich glaube, wir sind einfach zu gut in diesen Wettbewerb gestartet", fügte er hinzu.
Nach dem Wettkampf legte der Slowene sogar noch einen drauf und beschuldigte die Regelhüter der FIS schwer. "Ich bin mit demselben Anzug gesprungen. Das ist ein Zirkus. Sie wollten die Deutschen auf dem Podium sehen – und genau das haben sie bekommen", sagte Zajc im Eurosport-Interview.
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Quelle: Eurosport

Slowenischer Skiverband wollte offenbar Klage einreichen

Der Grund, warum Timi Zajc trotz seiner Disqualifikation im ersten Durchgang in der zweiten Runde antreten durfte, lag darin, dass seine drei Teamkollegen starke Sprünge zeigten und sich Slowenien auch ohne seine Punkte für das Finale qualifizierte.
Sowohl das slowenische Portal "Sportal" als auch polnische Skisprung-Medien berichteten, dass der slowenische Skiverband in Erwägung zog, die FIS nach dem Wettkampf zu verklagen.

Schuster kritisiert Verhalten

Eurosport-Experte Werner Schuster hatte das verbale Fehlverhalten des slowenischen Skisprungstars bereits am Wochenende kommentiert.
Dabei sei Zajc aus seiner Sicht "unreif" und der ehemalige deutsche Bundestrainer forderte einen "Verhaltensdiskurs" für die Skispringerinnen und Skispringer.
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