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Weltmeister, Gejagter, Altmeister: Sieben Springer im Blickpunkt

Weltmeister, Gejagter, Altmeister: Sieben Springer im Blickpunkt
Von Eurosport

19/11/2019 um 17:01Aktualisiert 21/11/2019 um 08:53

Es ist mal wieder soweit: Die neue Skisprung-Saison steht vor der Tür. Markus Eisenbichler als Weltmeister, Ryoyu Kobayashi als Gejagter und Noriaki Kasai als ewiger Liebling der Fans. Das sind die Springer, die nicht nur bei den Zuschauern im Mittelpunkt stehen. Vor der am Wochenende beginnenden Saison nennt der SID sieben Springer, die besonders im Blickpunkt stehen.

DER WELTMEISTER: Markus Eisenbichler

Ur-Bayer, Bergfan, Durchstarter: Mit dreimal Gold erlebte "Eisei" bei der WM 2019 in Seefeld ein Wintermärchen. "Die Leute in der Heimat sind stolz, dass es ein Bua von daheim auf die Weltbühne geschafft hat", sagt Eisenbichler. Nun muss sich die deutsche Nummer eins beweisen. "Er kann sogar noch besser springen", sagt der neue Bundestrainer Stefan Horngacher. Kaum zu glauben: Eisenbichler hat erst einen Weltcupsieg gefeiert.

Der Weltmeister: Markus Eisenbichler

Der Weltmeister: Markus EisenbichlerGetty Images

DER ALTMEISTER: Noriaki Kasai

Er springt und springt und springt: Der "ewige Nori" hat es wieder einmal in Japans Weltcup-Team geschafft, trotz wachsender Konkurrenz. Sein Ziel? "Noch einmal ein Springen gewinnen", sagt der zuletzt schwächelnde 47-jährige Kasai vor seiner 31. Saison. Und dann, natürlich, sind da ja noch die Olympischen Spiele 2022 in Peking. Es wären seine neunten. Warum eigentlich nicht?

DER GEJAGTE: Ryoyu Kobayashi

"Air Nippon" startete vergangenen Winter voll durch: Der zuvor kaum bekannte Kobayashi gewann 13 Springen, darunter alle vier der Tournee. Nun sind erstmals von Beginn an alle Augen auf den überraschend impulsiven Japaner gerichtet, der gegen einen kleinen Fluch kämpft. Keiner der letzten 14 Gewinner des Gesamtweltcups verteidigte seinen Titel erfolgreich. Im Sommer deutete Kobayashi jedoch an, nichts von seiner Stärke verloren zu haben.

DER ALLESKÖNNER: Kamil Stoch

Drei Olympiasiege, zwei WM-Titel, 33 Weltcupsiege: "König Kamil" gehört schon jetzt zu den größten Skispringern der Geschichte. In seiner Heimat ist Stoch längst ein Volksheld vom Format eines Robert Lewandowski, seine Fans folgen ihm um die ganze Welt. Wenn einer Kobayashi vom Thron stoßen kann, dann der Mann aus Zakopane, der auf kleinen Schanzen ebenso siegen kann wie auf den gefürchteten "Monsterbakken" wie in Vikersund.

DER NEUSTARTER: Gregor Schlierenzauer

Seine 53 Weltcupsiege sind noch immer Rekord, doch der letzte stammt aus dem Jahr 2014. Nun könnte "Schlieri" endlich das Comeback gelingen. Seit dem Frühjahr arbeitet er wie schon als Teenager mit dem ehemaligen Bundestrainer Werner Schuster zusammen. Prompt überzeugte Schlierenzauer im Sommer als Zweiter (Hinterzarten) und Vierter (Hinzenbach). "Der Schritt nach ganz vorne ist möglich", sagt er.

DER RÜCKKEHRER: Severin Freund

Zwei Kreuzbandrisse, eine Meniskus-OP, und immer wieder der Rücken: Hinter dem Weltmeister von 2015 liegt eine fast dreijährige Leidenszeit. Den Saisonstart in Wisla wird der noch immer nicht schmerzfreie Freund zwar verpassen, doch danach will er endlich wieder zurück nach oben. Sollte Freund wie schon im vergangenen Winter scheitern, könnte sich eine der größten deutschen Skisprung-Karrieren dem Ende zuneigen.

DER GEHEIMTIPP: Timi Zajc

Als echter Slowene liebt Zajc vor allem das Skifliegen, im Februar feierte er mit erst 18 Jahren in Oberstdorf seinen ersten Weltcupsieg. Doch der Teenager kann es auch auf normalen Schanzen, im Sommer gewann er in Wisla und Courchevel und empfahl sich für höhere Aufgaben. Gut möglich, dass die "goldene Generation" um Peter Prevc und Robert Kranjec schon bald ihren legitimen Nachfolger begrüßen kann.

(SID)

Video - Eisenbichler blickt auf Saison zurück: "Bin einfach überwältigt"

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