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PolSKI-Tour beginnt in Wisla: DSV-Athleten in Polen gefordert - Wellinger bereit für Mammutprogramm
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Publiziert 11/01/2024 um 13:51 GMT+1 Uhr
Die Vierschanzentournee ist kaum verdaut, da geht es für Andreas Wellinger mit der neuen "PolSKI-Tour" weiter. Das Programm bis Saisonende ist pickepackevoll, denn das neue Format führt die Skispringer binnen neun Tagen zu zwei Springen in Wisla, einem Wettbewerb in Szczyrk und zwei Wettkämpfen in Zakopane. Für Wellinger kein Problem. Der Tournee-Zweite ist heiß auf die nächsten Schanzen.
Andreas Wellinger
Fotocredit: Getty Images
Nach der Tournee ist vor der Tournee: Keine 100 Stunden blieben Andreas Wellinger, um in seiner Salzburger Wahlheimat die physisch wie mental wohl aufreibendsten zehn Tage seines Skisprung-Lebens sacken zu lassen.
Am Donnerstag musste der Zweite der Vierschanzentournee wieder bei Bundestrainer Stefan Horngacher antreten, auf ging es zur "Dreischanzentournee" nach Polen. Neues Format, neuer Ansporn: Nach dem verpassten Goldadler bietet dieser Winter noch reichlich Trophäen und Ziele.
"Die Saison ist sehr lang, Ende Januar haben wir schon wieder Skiflug-WM, wir haben Heim-Weltcups. Ich verspreche: Es kommt auch der Tag, da stehe ich wieder ganz oben", sagte der Olympiasieger.
Auch nach dem Ende der gnadenlosen Hatz zwischen Oberstdorf und Bischofshofen verspürt Wellinger noch reichlich Feuer in sich: "Von mir aus hätten wir nach nach der Tournee noch vier Wettkämpfe dranhängen können."
Neue PolSKI-Tour steht an
Die kann er haben - und sogar noch einen fünften als Bonus: Denn auch die neu geschaffene PolSKI-Tour mit zwei Springen in Wisla am Samstag und Sonntag, einem in Szczyrk am folgenden Mittwoch und schließlich zwei Wettbewerben in Zakopane am 20. und 21. Januar (alle live bei Eurosport und discovery+) wartet wie das Tournee-Original mit einem straffen Zeitplan und feuriger Stimmung auf. Auch wenn Polens Springer derzeit kräftig in der Krise stecken.
Das Format ist komplett neu. Für die Tour-Wertung werden bei jedem Wettkampf und jeder Qualifikation die Punkte der besten zwei Athleten einer Nation addiert, am Ende gewinnt also ein Team.
Für Wellinger liegt der Reiz der Premieren-Veranstaltung indes vor allem in einer doppelten Begegnung mit der Vergangenheit. Mit schönen wie schaurigen Erinnerungen.
In Wisla feierte er fast auf den Tag genau vor zehn Jahren seinen ersten Weltcupsieg im Einzel. Und auf der Kleinschanze im vokalarmen Karpatennest Szczyrk erlebte Wellinger im Januar 2021 den sportlichen Tiefpunkt seiner Karriere. In den FIS-Cup - die dritte Liga des Skispringens - abgerutscht, flatterte der zweimalige Olympiasieger dort auf Platz 45 und beendete die Saison.
Wellinger in Form seines Lebens
Als Spätfolge seines Kreuzbandrisses ging damals rein gar nichts mehr. Dass Wellinger nun drei Jahre später in der besten Form seines Lebens nach Szczyrk zurückkehrt, empfindet er als große Genugtuung. "Der Werdegang, den ich die letzten Jahre machen musste und auch durfte, war ein Weg, auf den ich sehr stolz bin", sagte er.
Mit diesem Gefühl geht die deutsche Nummer eins die vielen Aufgaben an, die allein bis zum Saisonfinale Ende März noch warten: Die Skiflug-WM in Bad Mitterndorf (26. bis 28. Januar), wo er zu den Goldfavoriten zählt, die stimmungsvollen Heim-Weltcups in Willingen (3./4. Februar) und auf der Oberstdorfer Flugschanze (23. bis 25. Februar), die letzten Saisonwochen mit der Norwegen-Tour als Teil drei der "Tourneen-Tournee" und dem Fliegen in Planica.
Und schließlich ganz allgemein der Kampf um den Gesamtweltcup, in dem er derzeit hinter seinem Kumpel Stefan Kraft (Österreich) und vor seinem Tournee-Bezwinger Ryoyu Kobayashi auf Platz zwei liegt - Revanche-Gelegenheiten in Hülle und Fülle.
"Wir haben erst zwölf von 32 Wettkämpfen geschafft", sagte Wellinger: "Mein Weg ist noch lange nicht zu Ende." Nicht in diesem Winter. Und auch nicht danach.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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