Als Andreas Bauer sein lang gehütetes Geheimnis den deutschen Skispringerinnen lüftete, flossen im deutschen Teamhotel die Tränen.
"Das war für mich ein sehr emotionaler Moment", sagte der Bundestrainer nach seinem letzten Einsatz bei der Nordischen Ski-WM in seinem Heimatort Oberstdorf, der auch der letzte seiner Karriere war. Denn nach zehn erfolgreichen Jahren hört der 57-Jährige zum Saisonende auf.
"Das hier ist meine Ski-Familie, daher ist auch große Wehmut dabei", sagte Bauer. Weil er mit seiner "richtigen" Familie jedoch ein großes Projekt vor der Brust habe, habe er diese Entscheidung schweren Herzens getroffen. Er könne künftig "nicht mehr 180 Tage im Jahr unterwegs sein", sagte Bauer.
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Im Deutschen Skiverband endet damit eine Ära. Als Assistent der 2007 verstorbenen Trainer-Legende Reinhard Heß und als Sprungtrainer der deutschen Kombinierer hatte sich der Bayer genug Meriten erworben. 2011 übernahm er als Nachfolger von Daniel Vogler die Frauen-Sparte, die wenige Wochen zuvor ins olympische Programm aufgenommen worden war. DSV-Funktionär Horst Hüttel würdigte Bauers "Lebensleistung", der Coach "hinterlasse hier Spuren".

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Bauer: Größte Erfolge mit Carina Vogt

Diese Spuren sind goldene. Seine größten Erfolge feierte Bauer mit Carina Vogt, die 2014 erste Olympiasiegerin der Geschichte wurde und 2015 und 2017 WM-Gold gewann. Und auch in seiner Heimat durfte Bauer zum Abschluss noch einmal Gold im Mixed bejubeln.
Dort also, wo er "als Sechsjähriger das erste mal im Stadion war und Skispringer werden wollte", wir er am Donnerstag sagte.
Auf den DSV wartet nun die Suche nach einem Nachfolger. Die "eine oder andere SMS" habe er schon verschickt, sagte Hüttel. Aber: "Der Markt ist nicht gerade von Top-Trainern überflutet." Richtig anlaufen soll das Kandidaten-Casting ab Montag, wenn der WM-Trubel überstanden ist.

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Fest steht schon jetzt, dass auf den Nachfolger keine leichte Aufgabe wartet, schließlich naht Olympia 2022 in Peking mit riesigen Schritten.
Zudem haben andere Nationen Deutschland zuletzt überholt, in Oberstdorf sprang in den Einzeln nur jeweils ein zehnter Platz für das DSV-Team heraus, das Ergebnis war freilich auch den viele Verletzung geschuldet.
"Wenn wir diesen Status halten wollen, den Andi in zehn Jahren erarbeitet hat, müssen wir deutlich mehr investieren als in den letzten zehn Jahren", sagte Hüttel: "Das muss allen Beteiligten bewusst sein."
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(SID)

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