Nach acht Sprüngen lagen der jetzt viermalige Medaillengewinner Geiger, Eisenbichler, Severin Freund und Pius Paschke mit 1046,6 Punkten denkbar knapp vor dem alten Rivalen Österreich (1035,5) und holten wie schon vor zwei Jahren in Innsbruck den Titel.
"Ich bin wahnsinnig stolz", sagte Horngacher, der 2017 schon Polen zu Gold geführt hatte.
Sein ehemaliges Team lag diesmal bis kurz vor Schluss vorne, musste sich aber mit 1031,2 Punkten und Bronze begnügen.
WM
"Ein Wahnsinnsfinale!" DSV-Adler Weltmeister nach Team-Krimi
06/03/2021 AM 17:52
"Mein Puls ist hoch. Das war ein Wahnsinnsfinale", sagte Horngacher.

Geiger holt vierte Heim-Medaille

Es war Schlussspringer Geiger, der mit dem letzten Flug seiner traumhaft verlaufenen WM auf 136,0 m das deutsche Team noch von Rang zwei zu Gold führte. Zum insgesamt vierten Mal nach 1999, 2001 und 2019 ging der Titel nach Deutschland.

Die entscheidenden Momente: Geiger macht Deutschland zum Weltmeister

Für Lokalmatador Geiger, der zuvor schon Gold im Mixed, Silber von der kleinen und Bronze von der großen Schanze geholt hatte, war es beim vierten Start die vierte Medaille. Erstmals seit 2001 in Lahti standen die deutschen Skispringer somit in jedem WM-Wettkampf auf dem Podest.

Schmitts WM-Analyse: So funktioniert das Phänomen Geiger

Besonderen Grund zum Jubeln hatte auch Eisenbichler. Für den am Freitag im Einzel noch gestürzten Bayern war es der sechste WM-Titel seiner Karriere, mehr Goldmedaillen haben nur die Österreicher Thomas Morgenstern (8) und Wolfgang Loitzl (7) gesammelt. "Markus hat einen tollen Wettkampf abgeliefert", sagte Horngacher.

Prevc-Brüder verpassen das Podium

Topfavorit Norwegen hatte ohne den positiv auf Corona getesteten Halvor Egner Granerud von Beginn an nichts mit der Entscheidung zu tun und landete nur auf Rang sechs. Slowenien mit den drei Prevc-Brüdern Cene, Peter und Domen sowie Anze Lanisek wurde hinter Japan Fünfter.

Deutsche Gold-Adler exklusiv: "Das hat gut Nerven gekostet"

"Von Platz eins bis sechs ist alles drin", hatte Horngacher kurz vor dem Wettkampf gesagt.
Der Auftakt machte direkt Mut: Paschke sprang auf starke 136,5 m und hielt das DSV-Quartett auf Rang vier in Schlagdistanz zur Spitze. Routinier Freund (127,5), Eisenbichler (135,0) und Geiger (133,5) machten jeweils einen Platz gut und brachten den Titelverteidiger zur Halbzeit knapp vor Österreich in Führung.

"Boom!" Eisenbichler-Granate als Grundstein für Gold

Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein Krimi: Nach den Sprüngen von Paschke (132,0) und Freund (123,0) fiel Deutschland auf Rang vier zurück. Eisenbichler brachte sein Team mit einem Traumflug auf 138,5 m wieder auf die zweite Position, ehe Geiger mit 136,0 m die Goldmedaille sicherte.
(SID)
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