Nordische Ski-WM 2023 - Markus Eisenbichler und Karl Geiger am Podest vorbei, Slowenien feiert Timi Zajc
Markus Eisenbichler auf Platz fünf und Karl Geiger als Achter haben bei der Nordischen Ski-WM in Planica eine Medaille beim Springen von der Großschanze verpasst. Gold holte sich der Slowene Timi Zajc, der im zweiten Durchgang bei 137,0 Metern landete und die Arena in ein Tollhaus verwandelte. Silber ging an Ryoyu Kobayashi aus Japan, der Pole Dawid Kubacki sicherte sich die Bronzemedaille.
Starker Eisenbichler springt in die Top 5: "Er liebt diese Schanze"
Quelle: Eurosport
"Timi hat ein Riesengefühl, springt technisch sauber, nicht mir der brutalen Dynamik. Er weiß genau, was er auf dieser Schanze tun muss, hat hier Hunderte Sprünge absolviert. Das ist ihm heute zugute gekommen, deshalb hat er gewonnen", analysierte der ehemalige Bundestrainer Werner Schuster bei Eurosport den zweiten Sprung des neuen Champions.
Zajc hatte nach dem ersten Durchgang mit 137,5 m auf Platz zwei hinter Kobayashi in Lauerstellung gelegen.
Mit einem überragenden Versuch (137,0 m) im zweiten Sprung überholte der 22-Jährige den Japaner und krönte sich zum Weltmeister.
"Es waren zwei perfekte Sprünge, es war mein Tag heute", freute sich Zajc über den Coup vor heimischer Kulisse.
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Vom Team auf Händen getragen: Zajc krönt sich zum Weltmeister
Quelle: Eurosport
Markus Eisenbichler lag nach dem ersten Durchgang auf Rang sieben, am Ende fehlten ihm 2,66 m zum Podest. "Ich habe riskiert und voll einen rausgelassen", erklärte der Weltmeister von 2019.
Eisenbichler war auf der Normalschanze nur auf Rang 13 gelandet. Im sechsten Skisprung-Wettbewerb der Titelkämpfe stand somit zum ersten Mal kein Deutscher auf dem Podest.
Geiger: Beste Sprünge jemals auf dieser Schanze
Karl Geiger zeigte vor den erstmals gut gefüllten Tribünen als Achter ebenfalls eine gute Leistung.
"Es waren zwei gute Sprünge, die besten, die ich hier je gemacht habe. Mit der Schanze tue ich mich unheimlich schwer, konnte aber meine Leistung auf den Punkt abrufen", sagte der Oberstdorfer im Gespräch mit Eurosport-Reporter David Marcour.
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"Guter Sprung, aber...": Geiger fällt im zweiten Durchgang zurück
Quelle: Eurosport
Andreas Wellinger, WM-Zweiter vom kleinen Bakken, hatte als 13. mit dem Kampf um die Medaillen dagegen nichts zu tun. Constantin Schmid belegte den 17. Rang.
Geiger mit Kampfansage zum Teamspringen
Zajc ist der erste slowenische Weltmeister seit Rok Benkovic, der 2005 in Oberstdorf völlig unerwartet zum Titel geflogen war. WM-Gold im eigenen Land hatte zuletzt der Finne Jari Puikkonen 1989 in Lahti geholt.
Für die DSV-Adler endet die WM am Samstag (16:30 Uhr live im TV bei Eurosport 1 und bei discovery+) mit dem Mannschaftsspringen, bei dem Deutschland als Titelverteidiger an den Start geht. "Wir gehen aufs Ganze", kündigte Geiger an.
(mit SID)
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Kobayashi is back! Japaner haut im ersten Durchgang einen raus
Quelle: Eurosport
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