Wie in den Runden zuvor war Allen auch im Endspiel klarer Außenseiter. Doch die Nummer acht der Welt knüpfte auf Anhieb an seine starken Leistungen in der gesamten Woche an. Mit einem Century Break von 101 Punkten holte er sich den ersten Frame.
Robertson zeigte aber, dass auch mit ihm im Finale zu rechnen ist. Mit einer 122 glich der Australier aus.
Doch Allen ließ sich in Folge jedoch nicht beirren, dominierte vor allem im Safety-Spiel und erspielte sich so immer wieder Chancen. Mit einer 3:1-Führung ging der Außenseiter in die erste Pause.
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In der zweiten Hälfte der ersten Session lieferten sich die beiden Kontrahenten ein wahres Break-Festival. Robertson spielte eine 109, eine 108 sowie ein 63, Allen eine 110 sowie eine 67. Mit einem 5:4-Vorsprung ging der Nordire in die entscheidende Session.

Champion of Champions: Allen macht Sieg mit Century perfekt

Dort teilten sich die Finalisten die ersten vier Frames. Allen schnappte sich die Durchgänge zehn und zwölf mit einer 84 sowie einer 53. Robertson holte Frame elf dank einer 67 und einen umkämpften 13. Durchgang auf Schwarz. Damit konnte er vor der letzten Pause auf 6:7 verkürzen.
Doch davon ließ die Allen überhaupt nicht beeindrucken. "The Pistol" zauberte zunächst eine 119 auf den Tisch und spielte gleich eine 70 hinterher. Im 16. Frame machte der 34-Jährige dann den Sieg perfekt. Natürlich mit einem Century, die 105 waren sein viertes in diesem Finale.
"Mark war einfach zu gut. Sein Safety-Spiel war auf einem sehr hohen Level - deutlich höher als meins. Er hat sich so viele Chancen herausgespielt und diese konsequent genutzt. Mark hat fantastisch gespielt und völlig verdient gewonnen", sagte Robertson nach seiner Finalniederlage anerkennend in Richtung seines Kontrahenten.

Champion of Champions: Allen in Runde eins bereits vor dem Aus

Für Allen ist es nach dem Sieg beim Masters 2018 der größte Erfolg seiner Karriere. Dabei war der Nordire beim Champion of Champions nur über die Weltrangliste überhaupt ins Starterfeld gekommen. Normalerweise sind nur die Sieger der Ranglistenturniere aus den vergangenen zwölf Monaten vertreten. Doch da es nur 13 verschiedene Sieger bei 21 Turnieren gab, wurden die restlichen drei Plätze anhand der Weltranglistenposition aufgefüllt.
"Es war eine brillante Woche. Die Auslosung hätte nicht viel schwieriger sein können. Aber ich habe ganz gut gespielt und mir einfach nicht so viel Druck gemacht", meinte Allen nach seinem Coup. Bereits im Halbfinale hatte er Judd Trump klar mit 6:1 besiegt und im Viertelfinale Ronnie O’Sullivan mit 6:3 ausgeschaltet.
"Sein Spiel war unglaublich. Er hat die drei besten Spieler der Welt hintereinander geschlagen. Er ist ein würdiger Champion", fasste es der ehemalige WM-Halbfinalist und "ITV"-Experte Allan McManus treffend zusammen.
Dabei stand Allen bereits in der ersten Runde unmittelbar vor dem Aus. Einen 2:3-Rückstand gegen Scott Donaldson drehte der Nordire allerdings noch in einen 4:3-Sieg, um – natürlich mit einem Century Break.
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