Champion of Champions 2024: Xiao Guodong setzt Siegeszug gegen Mark Allen fort - und stürmt ins Finale
Publiziert 16/11/2024 um 01:50 GMT+1 Uhr
Der sensationelle Weg von Xiao Guodong geht weiter. Der Sieger der Wuhan Open erreichte als erster chinesischer Spieler überhaupt das Finale im prestigeträchtigen Champion of Champions mit einem 6:3 über Titelverteidiger Mark Allen. Am Tag zuvor waren Xiao hintereinander gegen die exzellent spielenden Riesen Ronnie O'Sullivan (4:3) und Mark Selby (6:5) gewaltige Comebacks gelungen.
Xiao Guodong setzt Siegeszug fort
Fotocredit: Getty Images
"Ich erlebe gerade die beste Saison meines Lebens. Phasenweise fühle ich mich bei 100 Prozent", sagte Xiao Guodong nach dem 6:3 gegen Mark Allen im Einladungsturnier von Bolton.
"Gegen wen ich im Finale spiele, ist zweitrangig. Sowohl Mark Williams als auch Neil Robertson (Sa., ab 20:00 Uhr) sind Legenden, und ich versuche einfach, weiter Spaß zu haben, mit Freude zu spielen", erklärte der 35-Jährige direkt nach dem Match.
Xiao hatte in dieser Saison neben dem Titel in Wuhan auch das Viertelfinale bei den Saudi Masters und das Halbfinale bei der International Championship erreicht. Bereits jetzt hat er dreimal mehr Preisgeld eingespielt als in jedem einzelnen der vier besten seiner 17 Jahre auf der Profitour.
Gestartet war er als Nummer 35 der Welt. Und die lukrativen Strecken der Saison kommen erst noch, wie etwa die Bonus-Turniere der Jahresbesten ab März (World Grand Prix, Players- und Tour Championship).
O'Sullivan und Selby phasenweise chancenlos
Xiao Guodongs technische Klasse ist auf Fünf-Sterne-Niveau. Sowohl Ronnie O'Sullivan als auch Mark Selby nahm er am Donnerstag über weite Strecken komplett aus dem Spiel.
Xiaos Scoring wirkte unwiderstehlich. Er erreichte deutlich über 90 Prozent.
Mit seinen brillanten Safeties stellte er vor allem Selby kalt. Der König des Sicherheitsspiels bekam eine Lektion erteilt, blieb einmal über eine Stunde lang ohne Locherfolg, ein weiteres Mal waren es 28 Minuten. Nach zehn Frames lag Xiao mit einem Safety-Erfolg von 85 zu 68 Prozent vor Selby.
Allen verliert entspannt
"Klingt komisch, aber es ist so: Ich habe mich heute besser gefühlt als bei meinen beiden Gruppenspielen" (u.a. ein 6:4 nach 0:3 gegen Vizeweltmeister Jak Jones), erklärte Allen, die Nummer drei der Weltrangliste, nach dem 3:6 gegen Xiao Guodong.
Er schob nach: "Ich habe einiges ausprobiert, habe versucht, flüssiger und offensiver zu spielen. Ab und zu muss man auch mal ein bisschen experimentieren."
Williams brillant gegen Wilson
Am Samstagabend spielen Neil Robertson und Mark Williams den zweiten Finalisten aus. Beide hatten nach höchst dramatischen Begegnungen das Halbfinale erreicht. Robertson mit 6:4 über Judd Trump, Williams mit 6:5 über Weltmeister Kyren Wilson.
Eurosport-Experte Alan McManus kommentierte die inspirierte Queue-Kunst des Walisers mit den Worten: "Vor kurzem hat Mark sich gewünscht, mit 50 noch unter den Top16 zu stehen. Wenn er so weiterspielt, schafft er das auch noch mit 60."
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Kalb-Blog: Wieder hartes Urteil - King für fünf Jahre gesperrt
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/11/08/4060003-82337713-2560-1440.jpg)
Finalticket im Decider gelöst: Wakelin behält die Nerven
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung