Schock für Trump: Hossein Vafaei schlägt Titelverteidiger

Hossein Vafaei hat für die größte Überraschung beim China Open gesorgt: Im Viertelfinale warf der Iraner Titelverteidiger Judd Trump mit 5:3 aus dem Rennen. Mit dem größten Sieg seines Lebens erreichte Vafaei zum ersten Mal in seiner Karriere das Halbfinale eines Ranglisten-Turnieres. Dort trifft er auf Mark Williams, der mit seinem 5:1 über Shaun Murphy ebenfalls überraschte.

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Hossein Vafaei war mit einem Top-Break von 74 Punkten mit 2:0 in Führung gegangen. Judd Trump verkürzte zwar im dritten Frame, doch mit einer 100 stellte der Iraner sofort wieder den alten Abstand her. Nach dem Interval gewann der Titelverteidiger jedoch die ersten beiden Frames und glich zum 3:3 aus.
Vafaei hatte im sechsten Frame zwar eine 57 vorgelegt, doch Trump konterte mit einer 66. Doch auch davon ließ sich der Außenseiter nicht aus der Ruhe bringen. Mit einer 106 holte sich Vafaei die Führung zurück. Der achte Frame wurde auf die Farben entschieden. Trump kassierte einen Konter auf Grün, und das nutzte der Iraner, um bis Pink abzuräumen. Mit dem Sieg rückt Vafaei auch in die Top 64 im Provisional Ranking vor.

Magier Muprhy scheitert

Shaun Murphy hatte mit einer 56 zwar den ersten Frame gegen Mark Williams gewonnen, doch damit hatte der Magier auch schon sein Pulver verschossen. In der Folgezeit kam er nicht mehr wie in den Tagen zuvor in die Breaks, und das nutzte der Waliser clever aus. Nach dem 1:1 gewann Williams den dritten Frame auf Schwarz und erhöhte zur Pause auf 3:1.
Nach Wiederbeginn machte Murphy nur noch 16 Punkte. Williams dominierte den fünften Frame und legte im sechsten Frame mit einer 52 den Grundstein zum Sieg; im vierten Frame lochte er dabei aus einem Snooker heraus eine Rote einhändig über Vorbande. Williams erreicht damit zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder die Vorschlussrunde bei einem Ranglisten-Turnier.

Selby trifft auf Wilson

Im zweiten Halbfinale treffen Mark Selby und Kyren Wilson aufeinander. Selby setzte sich mit 5:1 gegen Stephen Maguire durch, und Wilson schlug Lokalmatador Ding Junhui einen Tag vor dessen 30. Geburtstag ebenfalls mit 5:1. Selby spielte zunächst nicht überragend, gewann den ersten Frame aber trotzdem sicher.
In den nächsten beiden Frames ging Maguire dann jeweils klar in Führung, doch Selby fing ihn trotzdem jeweils noch ab. Erst nach dem 1:3 schöpfte der Schotte wieder etwas mehr Hoffnung. Die jedoch machte Selby mit einer Leistungssteigerung nach der Pause wieder zunichte. Mit Breaks von 76 und 72 Punkten machte er den Sieg perfekt.
Kyren Wilson war gegen Ding Junhui mit einem Top-Break von 55 Punkten ebenfalls mit 3:1 in Führung gegangen. Die Vorentscheidung fiel dann im fünften Frame. Da hatte Ding zwar eine 59 vorgelegt, machte den Frame aber erneut nicht sicher. Wilson rollte das Feld von hinten auf.
Mit einer spektakulären letzten Roten, die er dünn von Blau weg in eine Ecktasche lochte, leitete er die 30er-Clearance zum 4:1 ein. Im nächsten Frame schaffte Wilson dann mit einer nicht minder spektakulären Kombination den Einstieg und stand nach seiner 84 als Sieger fest.
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