Mark Allen gewinnt English Open nach wahrer Achterbahnfahrt - 9:8 gegen Zhou Yuelong im Finale
Mark Allen hat die English Open 2025 und damit seinen ersten Ranking-Titel seit 19 Monaten gewonnen. Das Finale gegen den Chinesen Zhou Yuelong geriet dabei zu einem echten Krimi: Allen verspielte mit fünf Frameverlusten in Folge eine 7:3-Führung, lag 7:8 hinten und gewann dann doch noch im Decider 9:8. Der Nordire darf sich über ein Preisgeld von knapp 116.000 Euro freuen.
English Open: Zhou wehrt sich erfolgreich gegen Foul-Entscheidung
Quelle: Eurosport
Für Allen ist es der insgesamt zwölfte Titel auf der Tour. Zuletzt gewann der 39-Jährige 2024 die Players Championship. "Er hat mich unter Druck gesetzt, muss ich sagen", meinte Allen zum kuriosen Spielverlauf: "Das 7:8 hat mich dann aber schon angestachelt."
Die erste Session am Sonntagmittag ist schnell erklärt: Allen war der stabilere Spieler, startete furios mit einer 132 und ließ sich von einem 1:1-Zwischenstand nicht beirren. Über 5:1 ging es mit 6:2 es in die Pause.
In der finalen Abendsession gewann der Chinese zwar den neuten Frame (71:41), Allen stellte jedoch mit 62:14 auf 7:3 und brauchte nur noch zwei Framegewinne zum Titel.
Dann aber war sein Spiel wie abgeschnitten. Zhou wurde stärker, nutzte die Fehler des Nordiren aus und robbte sich Stück für Stück heran.
Zwar gelang dem Jumping Dragon kein Century, mit Framegewinnen von 95:28, 49:24, 72:60 und 64:34 jedoch der überraschende 7:7-Ausgleich.
Allen liegt plötzlich zurück - und gewinnt doch
Im umkämpften 15. Frame hatte Zhou ebenfalls das bessere Ende für sich (73:13) und schnupperte nun mit der 5:0-Serie seinerseits plötzlich am Sieg (8:7).
"Ich war den ganzen Tag so müde und dachte: das war's jetzt", schilderte Allen später seine Gedanken: "Es ging um Alles oder Nichts und das hat mir dann wieder Energie gegeben."
Im 16. Frame ließ Allen den Chinesen nach einem 71:4 - sein drittgrößtes Break im Finale - nochmal an den Tisch zurück, beschwor dann aber mit 93:59 den Decider herauf.
Dort ließ Allen dann keinen Punkt seines Gegners zu und stemmte nach dem 70:0 zum 9:8 erstmals die Steve Davis Trophy in die Höhe.
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Drin ist drin: Allen mit Fluke im Finale
Quelle: Eurosport
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