China Open: Noppon Saengkham zieht ins Finale ein und trifft auf Mark Selby - erster Titel für Thailänder möglich
Von Alex Frieling
Update 15/08/2026 um 18:50 GMT+2 Uhr
Mark Selby und Noppon Saengkham bestreiten das Finale der China Open. Während der viermalige Weltmeister Selby sein Halbfinale gegen Stuart Bingham souverän mit 6:2 für sich entschied, setzte Saengkham seinen überraschenden Siegeszug mit einem dramatischen 6:5-Erfolg über Zhou Yuelong fort. Selby wiederum präsentierte sich auch im Halbfinale am Samstag in starker Verfassung.
Mit 189. Century: Saengkham gewinnt Decider und zieht ins Finale ein
Quelle: Eurosport
Der Engländer hatte auf dem Weg in die Runde der letzten Vier bereits Pang Junxu, Kyren Wilson und Neil Robertson ausgeschaltet und knüpfte gegen Bingham zunächst nahtlos daran an.
Zwar antwortete der Weltmeister von 2015 auf Selbys Gewinn des Auftaktframes mit einem starken 130er-Break zum 1:1, Selby holte sich mit einer 74 jedoch den dritten Durchgang.
Bingham schlug noch einmal zurück und stellte vor dem Interval auf 2:2. Danach übernahm Selby allerdings endgültig die Kontrolle.
Im fünften Frame lag zwischenzeitlich sogar ein Maximum Break in der Luft, ehe der 43-Jährige aus der idealen Position geriet. Mit einer 102 machte er den Durchgang dennoch souverän zu.
Saengkham wirft einen Topstar nach dem anderen raus
Auch die folgenden drei Frames gingen an Selby. Mit einem 72er-Break besiegelte der frühere Weltranglistenerste schließlich den 6:2-Erfolg und den Einzug ins Endspiel. Dort wartet mit Saengkham einer der Überraschungsmänner des Turniers.
Der Thailänder hatte bereits auf dem Weg ins Halbfinale für Aufsehen gesorgt. Mit Judd Trump, Ronnie O'Sullivan und Shaun Murphy schaltete die aktuelle Nummer 45 der Weltrangliste gleich drei prominente Gegner aus.
Gegen Zhou schien Saengkham beim Stand von 5:3 bereits auf Finalkurs zu sein. Der Chinese kämpfte sich jedoch mit Breaks von 99 und 74 zurück und erzwang den Entscheidungsframe.
Dort lieferte Saengkham seine stärkste Antwort: Nach Zhous Anstoß versenkte der 34-Jährige eine lange Rote und ließ seinen Gegner anschließend nicht mehr an den Tisch. Mit einer Total Clearance von 134 Punkten entschied er den Decider und damit das Match mit 6:5 für sich.
Damit bietet sich Saengkham am Sonntag die große Gelegenheit auf einen Meilenstein seiner Karriere: Der Thailänder wartet bislang noch auf seinen ersten Titel bei einem Weltranglistenturnier. Für den Sieger der China Open sind 290.000 Euro Preisgeld vorgesehen.
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Der letzte Trickshot misslingt ohne Folgen: Selby schlägt Bingham
Quelle: Eurosport
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