Snooker World Cup | Schottland nimmt erfolgreich Revanche für 2015

Schottland hat den World Cup durch ein 4:0 im Finale über China B gewonnen. Damit nahmen die Schotten erfolgreich Revanche für die Finalniederlage von 2015. John Higgins und Stephen Maguire hatten zuvor im Halbfinale auch das chinesische A-Team ausgeschaltet; sie schlugen Ding Junhui und Yan Bingtao mit 4:1. China B erreichte das Endspiel durch ein umkämpftes 4:3 gegen England.

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Fotocredit: Eurosport

Drei Akteure aus dem Finale von 2015 standen auch jetzt wieder am Tisch. Zhou Yuelong hatte damals zu den Siegern gehört. Und auch sein neuer Partner Liang Wenbo hatte den World Cup schon zwei Mal gewonnen.
Trotzdem begann das Finale sehr nervös. Der erste Frame dauerte mehr als 37 Minuten, bis Maguire den ersten Punkt für die Schotten gegen Zhou geholt hatte.

Schottland kämpft sich zurück

Im zweiten Frame gelang Liang dann nichts. Higgins, der deutlich stärker als am Tag zuvor agierte, holte so mit zwei kleineren Breaks das 2:0. Vorentscheidend war das Doppel: Liang hatte eine 45 vorgelegt, aber die Chinesen schafften es nicht über die Ziellinie.
Die Schotten kämpften sich mit großer Matchhärte zurück und Maguire machte mit einer Clearance von 45 Punkten bis Pink das 3:0 perfekt.
Eine Vorentscheidung war damit gefallen. Liang Wenbo merkte man im vierten Frame den Druck an. Aber auch Stephen Maguire vergab in diesem Durchgang einige Chancen.
Trotzdem war er der Stabilere der beiden und gewann Frame und Match auf die Farben. Zum ersten Mal, seit der World Cup im Jahr 2011 wieder eingeführt wurde, heißt der Sieger damit nicht China.

Chinesen schwächeln im Halbfinale

Ding Junhui und Yan Bingtao zeigten ausgerechnet im Halbfinale ihre schwächste Leistung im gesamten Turnier. Zwar brillierte Yan mit einer 123 im Doppel, aber ansonsten gelang ihnen nur ein einziges Dreißiger-Break. Schottland gewann ohne Probleme.
Das Halbfinale zwischen China B und England entwickelte sich dagegen zu einem Thriller und ging über die volle Distanz. Zwar waren die Chinesen mit 2:0 in Führung gegangen, doch Kyren Wilson und Jack Lisowski glichen wieder aus.
Die erneute chinesische Führung egalisierten die Engländer im zweiten Doppel. Das entscheidende Break von 51 Punkten leitete Wilson einer Vierer-Kombination ein. Im siebten Frame war dann aber Liang der Matchwinner, als er gegen Wilson eine 71 spielte.
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