European Masters in Fürth: Mark Williams weiter mit der Chance auf einen frühen Titel

Mark Williams wahrte seine Chance, beim European Masters in Fürth wie im Vorjahr bei den British Open das erste K.o.-Turnier der Saison zu gewinnen. In Fürth erreichte der dreimalige Weltmeister durch ein 5:3 über seinen walisischen Landsmann Dominic Dale das Achtelfinale. Dort trifft er am Freitag in der Stadthalle auf Zhou Yuelong, der Jack Lisowski mit 5:1 klar dominierte.

Titelverteidiger: Mark Williams

Fotocredit: Getty Images

Mark Williams und Dominic Dale taten sich zu Beginn aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit schwer. In den ersten beiden Frames gab es deshalb kaum ein flüssiges Spiel. Mit einer 135 zum 2:1 startete Williams dann aber durch. In der Folgezeit entwickelte sich eine interessante Partie, in der beide spektakuläre Bälle lochten und hochkarätige Safeties spielten, beide aber auch mit überraschenden Fehlern den Gegner immer wieder ins Spiel brachten.
Bis zum 3:3 blieb es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Den siebten Frame schien Williams aus der Hand gegeben zu haben, als er Blau vom Spot verschoss, doch Dale verschoss anschließend Pink und ermöglichte Williams so das 4:3. Im achten Frame riskierte Dale dann eine schwere lange Rote in die gelbe Tasche, doch die fiel nicht. Williams machte aus der Chance 71 Punkte zum Sieg.
Weiterhin in guter Form zeigte sich Kyren Wilson, der schon 2018 beim Paul-Hunter-Classic in Fürth den Titel geholt hatte. Er erreichte das Achtelfinale durch ein 5:2 über Jimmy Robertson. Bis zum 2:2 hatte Robertson mitgehalten, doch dann zog der „Warrior“, der zuvor schon eine 101 gespielt hatte, mit Breaks von 53, 65 und 100 Punkten davon.
Shaun Murphy brauchte bei seinem 5:3 über Chris Wakelin im letzten Durchgang schon Snooker, doch auf Schwarz machte er den Sieg perfekt. Wakelin hatte mit 3:2 geführt, bevor Murphy drei Frames in Folge gewann.

Trump mit Licht und Schatten

Das Spiel von Judd Trump zeigte wie am Tag zuvor Licht und Schatten. Neben vielen guten Aktionen unterliefen ihm immer wieder untypische Fehler. Andrew Higginson allerdings nutzte wie Ashley Hugill am Tag zuvor die daraus resultierenden Chancen nicht gut genug. Als es darauf ankam war dann aber wieder auf Trump Verlass: Im achten Frame machte er mit einer 103 den 5:3-Sieg perfekt.
Ali Carter schien beim Stand von 4:1 gegen Stuart Bingham auf dem Weg zu einem klaren Sieg. Doch dann drehte Bingham auf: Im sechsten Frame machte er sich auf Maximumkurs. Nach 88 Punkten verschoss er zwar die zwölfte Rote, doch er hatte auf 2:4 verkürzt und kam dann dank einer 117 noch weiter heran. Im nervösen achten Frame erzwang er dann sogar den Decider. Doch im entscheidenden Frame knüpfte Carter wieder an die souveräne Leistung zu Beginn der Partie an und machte mit einer 103 den Sieg perfekt.
David Grace spielte bei seinem 5:0 über Jackson Page zwei Centuries. Ohne Frameverlust blieben auch Yan Bingtao gegen Ricky Walden und Wu Yize gegen Rory McLeod. Barry Hawkins machte bei seinem 5:1 über Stuart Carrington ebenfalls einen souveränen Eindruck. Er trifft nun auf Robert Milkins, der trotz seiner 4:2-Führung gegen Zhao Xintong noch über die volle Distanz gehen musste.
Mit einem Top-Break von 134 Punkten setzte sich Ryan Day gegen Scott Donaldson klar mit 5:2 durch.
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Quelle: Eurosport

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